Bildungsmigration in Kiew: Wie die Stadt den Präsenzunterricht nach der Beschädigung von TETs‑4 erhält

Nach massiven Beschießungen und der Beschädigung des Heizkraftwerks TETS‑4 fiel in Teilen der Schulen die Heizung aus. Kiew hat zwei Maßnahmen eingeführt — Fernunterricht und „Bildungsmigration“ — damit die Kinder nicht in der Kälte sitzen und den Präsenzunterricht nicht verlieren. Wir erklären, wie das funktioniert und warum es für Eltern und Lehrer wichtig ist.

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Kurz: Was passiert ist und warum das wichtig ist

Während der massiven Angriffe Russlands wurde das Heizkraftwerk TEC‑4 beschädigt, und dadurch waren etwa 14% der Bildungseinrichtungen Kiews (ungefähr 62 Schulen) ohne Wärmelieferung. Um den Unterrichtsprozess zu erhalten und gleichzeitig Kinder davor zu schützen, in der Kälte zu sein, hat die Stadtverwaltung zwei funktionierende Mechanismen eingeführt: Fernunterricht und einen Mechanismus, den man „Bildungsmigration“ nennt. Die Informationen stammen laut Angaben der Kiewer Stadtverwaltung (KMDA), berichtet UNN.

Wie der Mechanismus funktioniert

Der erste Schritt besteht darin, Einrichtungen mit unzumutbaren Temperaturbedingungen auf ein Online‑Format umzustellen. Wenn die Wiederherstellung der Heizung länger dauert, verlegt die Stadt Klassen – vorrangig die Grundschulklassen, für die Präsenzunterricht am wichtigsten ist – in benachbarte Schulen mit stabiler Wärmeversorgung. Diese logistische Lösung zielt darauf ab, Sicherheit und pädagogische Wirksamkeit zu verbinden.

„Kinder sollten nicht in kalten Schulen lernen. Deshalb war die erste operative Maßnahme die Umstellung der Einrichtungen auf Fernunterricht. Als klar wurde, dass in Teilen der Schulen die Heizsaison faktisch beendet ist und ihre Wiederherstellung Zeit benötigen wird, haben wir den Mechanismus der 'Bildungsmigration' festgelegt. Präsenzunterricht ist außerordentlich wichtig, besonders für Grundschüler. Derzeit wird dieser Mechanismus in sechs Bezirken der Stadt angewendet. Gleichzeitig gibt es vereinzelt Fälle, in denen Einrichtungen versuchen, bei niedrigen Temperaturen zu arbeiten – das verbieten wir kategorisch“

— Валентин Мондриївський, Stellvertretender Vorsitzender der Kiewer Stadtverwaltung (KMDA) (Mitteilung KMDA/UNN)

Zahlen und Geografie der Verlegungen

Nach vorliegenden Angaben: Im Дарницькому район wurden die Grundschulklassen von sechs Schulen verlegt, im Дніпровському — von zwei, im Печерському — von vier; im Голосіївському — vier Einrichtungen, im Шевченківському — sieben. Ebenso wurden vorübergehend Kinder aus zehn Einrichtungen der Vorschulerziehung verlegt. Derzeit arbeiten 39 Schulen der Stadt im Fernunterricht, was etwa 14,8% der Schülerinnen und Schüler umfasst.

Recht und Sicherheit

Das Bildungs‑ und Wissenschaftsdepartement betont: Die Fernform ist bei Ausfall der Wärmeversorgung rechtmäßig und vollwertig. Wenn in einer konkreten Einrichtung die Temperatur unter dem zulässigen Normwert liegt, muss die Entscheidung über Präsenzunterricht unverzüglich überprüft werden; die Bezirksverwaltungen haben den Auftrag erhalten, den Temperaturhaushalt in kritischen Schulen zusätzlich zu kontrollieren.

Was das für Eltern, Lehrkräfte und die Stadt bedeutet

Erstens hat die Gesundheit der Kinder Priorität: Die Mechanismen minimieren die Risiken eines Aufenthalts in kalten Räumen. Zweitens ist dies ein Beispiel für die rasche Anpassung des Bildungssystems unter kriegsbedingtem Druck: Die Kombination aus Fernlösungen und temporären Verlegungen ermöglicht es, den Präsenzunterricht dort zu erhalten, wo er am wichtigsten ist. Drittens bedeutet dies eine logistische und personelle Belastung für die aufnehmenden Schulen und Lehrkräfte, die eine transparente Kommunikation seitens der Stadtverwaltung und Unterstützung durch die Eltern erfordert.

Fazit

Kiew hat einen pragmatischen Ansatz gewählt: Schutz der Gesundheit der Kinder und Erhalt des Bildungsprozesses durch die Kombination aus Fernunterricht und „Bildungsmigration“. Als Nächstes muss die Stadt Transport, Stundenpläne und die Kommunikation mit den Familien abstimmen, damit die vorübergehenden Lösungen nicht zu systemischen Problemen werden. Diskussionsfrage: Wird diese Praxis ein Modell für andere Städte, die mit ähnlichen Folgen von Angriffen auf die Energieinfrastruktur konfrontiert sein werden?

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