Warum Bitcoins Fall unter 80.000 Dollar keine Krypto-Geschichte ist, sondern eine Geschichte über die Fed-Zinssätze

Der Kryptomarkt reagiert zunehmend weniger auf kryptobezogene Nachrichten, sondern vielmehr auf Daten des amerikanischen Arbeitsmarktes – und das verändert die Spielregeln für Privatanleger.

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Фото: EPA / PABLO GIANINAZZI

Bitcoin ist um 2,8% gefallen und rutschte auf 79.197 Dollar ab — und der formale Grund für diesen Rückgang hat nichts mit Kryptowährungen zu tun. In den USA wurden Beschäftigungsdaten veröffentlicht: Die Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft stieg um 162.000 und übertraf damit die Prognosen, während die Arbeitslosenquote bei 4,1% stabil blieb. Für Bitcoin-Investoren bedeutet dies eines — die Federal Reserve wird im September stärkere Gründe haben, den Leitzins zu erhöhen, berichtet Bloomberg.

Unerwarteter Zusammenhang: US-Arbeitsmarkt vs. Kryptogeldtaschen

Vor einigen Jahren hätte ein solches Szenario absurd ausgesehen: Warum sollten Statistiken über Stellenangebote in Ohio oder Texas einen Vermögenswert beeinflussen, der sich als unabhängig vom staatlichen Finanzsystem darstellt? Die Antwort ist einfach und praktisch — Bitcoin hat längst aufgehört, ein Nischenexperiment zu sein, und wird als Teil eines globalen Anlageportfolios neben Aktien und Anleihen gehandelt. Wenn der Fed-Leitzins steigt, erhöht sich auch die Rendite von US-Staatsanleihen, und das Geld institutioneller Anleger fließt in sicherere, vorhersehbarere Vermögenswerte. Eine Kryptowährung, die keine Zinsen zahlt und volatil bleibt, wird weniger attraktiv.

Dies ist der dritte Versuch von Bitcoin, sich über der 80.000-Dollar-Marke in den letzten Monaten zu behaupten, und zum dritten Mal greift die Makroökonomie in diesen Prozess ein, bevor sich der Markt stabilisieren kann.

Was dies für Kryptoinvestoren bedeutet

  • Die Entscheidung der Federal Reserve über den Leitzins im September wird ein gewichtigerer Auslöser für den Bitcoin-Kurs sein als jede interne Krypto-Nachricht dieses Monats.
  • Die Volatilität wird wahrscheinlich an Tagen mit Veröffentlichungen von US-Makrostatistiken zunehmen — genau wie heute geschehen.
  • Die Geschichte der Straße von Hormus im Juni zeigte auch den umgekehrten Effekt: Eine geopolitische Entspannung kann den Kurs ebenfalls stark in die Höhe treiben — damals stieg Bitcoin in einer Sitzung um 3% auf 65.600 Dollar.

Bitcoin hat wiederholt versucht, sich um das Niveau von etwa 80.000 Dollar zu stabilisieren, und jedes Mal wurden makroökonomische Daten zu einer neuen Herausforderung, wie Bloomberg bemerkt.

Praktischer Hinweis für private Anleger: Achten Sie nicht auf die Tweets von Krypto-Enthusiasten, sondern auf den Kalender der Fed-Sitzungen und Veröffentlichungen von Beschäftigungsstatistiken. Wenn die Zinssätze im September wirklich erhöht werden — wird Bitcoin eine weitere Prüfung bei 80.000 Dollar bestehen oder wird dies ein Grund für einen neuen Rückgang unter 75.000 Dollar sein?

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