NBU hat die Banken von Poroschenko und Tigipko mit Geldstrafen belegt — was das für Vertrauen und Risikokontrolle bedeutet

Im Dezember hat die Nationalbank der Ukraine Sanktionen gegen fünf Institute verhängt, darunter MIB und Tascombank. Wir erklären, warum dies für die finanzielle Stabilität und das Ansehen des ukrainischen Bankensystems wichtig ist.

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Kurz

Die Nationalbank der Ukraine hat im Dezember 2025 fünf Banken wegen Verstößen gegen die Regeln der Finanzüberwachung und das Devisengesetz mit Geldbußen belegt, berichtet Nationalbank der Ukraine (NBU). Die höchsten Sanktionen erhielten Міжнародний інвестиційний банк (МІБ) — Eigentümer Petro Poroschenko — und Таскомбанк — Eigentümer Serhiy Tihipko. Diese Entscheidung ist nicht nur für die betroffenen Institute von Bedeutung, sondern auch für das Vertrauen in das System insgesamt.

Details der Strafen

Gegen den МІБ wurden Maßnahmen wegen mangelhafter Organisation der primären Finanzüberwachung und wegen unzureichender Aufsicht bei kundenbezogenen Devisengeschäften verhängt — Geldbußen in Höhe von 13,52 млн грн bzw. 1 млн грн.

Таскомбанк wurde mit 10 млн грн belegt wegen mangelhafter Erfüllung der Pflicht, einen risikoorientierten Ansatz anzuwenden, sowie wegen unzureichender Kundenprüfungen.

Drei weitere Institute erhielten geringere Sanktionen: Ощадбанк5,5 млн грн, Мотор-Банк3 млн грн, und die Bank «Кліринговий дім» (verbunden mit Yuliya Lyovochkina) — 200 тис. грн.

„Gegen die Bank wurden Maßnahmen in Form von Geldbußen in Höhe von 13,52 млн грн bzw. 1 млн грн verhängt.“

— Nationalbank der Ukraine

Kontext und warum das wichtig ist

Das ist keine Einzelfallreaktion: Bereits im März 2025 hatte die NBU den МІБ mit 20,5 млн грн belegt. Wiederholte oder systematische Verstöße erhöhen die regulatorische Aufmerksamkeit und werfen Fragen zur Wirksamkeit der internen Kontrolle in der Bank auf.

Die Bedeutung ist praktisch: verstärkte Kontrollen der Finanzüberwachung beeinflussen den Zugang der Banken zu internationalen Märkten und Kreditlinien sowie die Bereitschaft ausländischer Partner, mit ukrainischen Instituten zusammenzuarbeiten. Experten und Analysten betonen, dass die Einhaltung der Standards zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) ein Schlüsselcriterion für internationale Kooperationen ist — von Handelsgeschäften bis hin zu Programmen finanzieller Hilfe.

Für Kunden besteht durch solche Entscheidungen in der Regel kein unmittelbares Risiko des Verlusts von Einlagen, aber das Rating der Vertrauenswürdigkeit einer Bank und ihre operative Leistungsfähigkeit können langfristig leiden.

Was das für den Markt bedeutet

Der Regulator zeigt, dass seine Eingriffsinstrumente genutzt werden — von Geldbußen bis hin zu erhöhter Aufmerksamkeit. Für die Banken ist das ein Signal: in Compliance zu investieren, Verfahren und Technologien zur Risikoüberwachung zu aktualisieren. Wie es in der Finanzgemeinschaft heißt, „Geld liebt die Ruhe“, aber diese Zahlen sollte man kennen — sie prägen das Vertrauen der Partner und die Kapitalkosten.

Fazit

Die Geldbußen der NBU sind weniger ein Strafinstrument als ein Anreiz zu systemischen Veränderungen. Ob diese Entscheidungen zu einer tatsächlichen Erneuerung der Verfahren in den Banken und zu einer Anhebung der Standards führen, hängt davon ab, wie schnell die Institute die Empfehlungen des Regulators umsetzen und wie konsequent die NBU die Überwachung der Umsetzung fortsetzt.

Eine Frage zum Nachdenken: Wird der Markt über die nötige Stärke und die Ressourcen verfügen, um den regulatorischen Druck in eine langfristige Stärkung des Vertrauens umzuwandeln?

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