Dem Organisator des Geldwechsel-Netzwerks Money 24/7 wurde Betrug vorgeworfen

Laut Ermittlungen behielten die Mitarbeiter von Money 24/7 die Gelder der Kunden nicht auf elektronischen Geldbörsen, sondern behielten sie für sich.

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Організатора мережі Money 24/7 підозрюють у шахрайстві (Фото: Нацполіція)

Ermittler berichten von Verdacht gegen den Organisator des Netzwerks der Wechselstuben Money 24/7. Dies teilte die Nationale Polizei am Montag, den 10. August, mit.

Die Ermittlungen behaupten, dass das Netzwerk unter dem Deckmantel eines legalen Dienstes zum Umtausch von Währungen und Kryptoaktiven tatsächlich Kundengelder unterschlagen hat. Das Schema sah überzeugend aus: speziell erstellte Websites, ein Telegram-Kanal, eine eingetragene Marke und ein Büro, das als Annahmestelle für Bargeld ausgestattet war.

Wie das Schema funktionierte

Nach der Einreichung einer Anfrage zum Umtausch von Bargeld in Kryptowährung wurden Kunden zum Büro eingeladen, wo sie das Geld übergaben. Nachdem sie das Geld erhalten hatten, behielten die Verdächtigen es für sich.

„Um die Kontaktaufnahme der Geschädigten mit den Strafverfolgungsbehörden zu verzögern, überwiesen sie einzelnen Kunden teilweise Kryptoaktiven und stellten schriftliche Garantien für den Abschluss der Operation aus", sagten Vertreter der Nationalpolizei.

Eine der Geschädigten erlitt Vermögensschäden in Höhe von fast 1,6 Millionen Hrywnja.

Umfang der Operation

Im Rahmen der Ermittlungen führten Polizeibeamte mehr als 20 Durchsuchungen in sieben Regionen der Ukraine durch. Sie beschlagnahmten mehr als 20 Millionen Hrywnja in bar in verschiedenen Währungen, Dokumente, Computer und Telefone, Datenträger und andere materielle Beweise.

Ein Verdächtiger wurde gemäß Abs. 3 Art. 27, Abs. 5 Art. 190 des Strafgesetzbuches verdächtigt (Organisation der Aneignung fremden Eigentums durch Betrug in besonders großem Ausmaß, begangen nach vorheriger Verabredung durch eine Gruppe von Personen). Ihm drohen bis zu 12 Jahre Freiheitsstrafe mit Vermögenseinzug.

Das Gericht wählte für den Verdächtigen eine Sicherungsmaßnahme in Form von Haft mit der Alternative einer Kaution von 998.400 Hrywnja. Derzeit handelt es sich um einen Verdacht – die Schuld des Verdächtigen muss vor Gericht bewiesen werden.

Ermittlungen von Bihus.Info

Am 29. Juni veröffentlichten Journalisten von Bihus.Info eine Untersuchung über das Netzwerk der Wechselstuben Money 24/7. Sie behaupteten, dass das Unternehmen ohne die erforderlichen Lizenzen tätig war und später begann, Kundengelder und Kryptowährungen einzubehalten oder gar nicht zurückzugeben.

Die Journalisten sprachen mit einem Dutzend Geschädigter, die aussagten, dass sie nach Überweisung von Geldern nur Versprechungen und Erklärungen zu „technischen Problemen" erhielten. Die Gesamtsumme der Ansprüche der Geschädigten könnte etwa 10 Millionen Dollar betragen. Die Untersuchung deutet darauf hin, dass das Geld neuer Kunden verwendet wurde, um Schulden gegenüber früheren Kunden zu begleichen – die Journalisten vergleichen das Schema mit Merkmalen einer Finanzpyramide.

  • Nach Angaben von Rakuten Viber sind über 90 % der Ukrainer im Jahr 2025 entweder persönlich auf Cyberkriminelle gestoßen oder haben von solchen Fällen aus ihrem Umfeld gehört.
  • Im April erweiterte die Nationale Wertpapier- und Aktienmarktkommission die Liste der Scam-Projekte.

Der Fall Money 24/7 ist ein weiteres Beispiel dafür, wie unlizenzierte Kryptobörsen das Vertrauen von Menschen ausnutzen, die Währungen schnell und „informell" konvertieren möchten. Die Frage, die offen bleibt: Wird es den Ermittlungen gelingen, den Geschädigten wenigstens einen Teil der Millionen Hrywnja zurückzugeben, oder werden die beschlagnahmten 20 Millionen Hrywnja die einzige Entschädigung für Dutzende Geschädigte mit Gesamtverlusten von 10 Millionen Dollar sein.

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