In Czernowitz wurde das Freiluftkino des Festivals „Mykolaichuk OPEN" zerstört — Polizei ermittelt, Vorführungen werden nicht abgesagt

Unbekannte beschädigten absichtlich die Konstruktion eines Freiluftkinos im Park Oktober kurz vor dem Festival. Die Organisatoren restaurieren den Veranstaltungsplatz und ändern das Programm nicht.

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In Tscherniwzi zerstörten Vandalen ein Freiluftkino, das die Organisatoren des Festivals „Mykolaitschuk OPEN" im Park Oktober errichtet hatten. Die Polizei hat ein Verfahren eingeleitet und ermittelt die Personen, die an der absichtlichen Sachbeschädigung beteiligt sind.

Die Konstruktion wurde eigens für dieses Jahr errichtet – das Festival ist dem ukrainischen Kino und dem Andenken an Schauspieler und Regisseur Iwan Mykolaitschuk gewidmet. Der Freilichtplatz sollte zum zentralen Ort für Filmvorführungen unter freiem Himmel werden. Nach Angaben der Organisatoren war die Beschädigung vorsätzlich: Jemand hat die Elemente der Konstruktion gezielt demontiert oder beschädigt.

Trotz des Vorfalls versicherte das Festival-Team, dass alle Veranstaltungen nach Plan stattfinden werden. Der Platz wird in kürzester Zeit wiederhergestellt.

Bemerkenswert ist, dass dieser Anschlag auf die Kulturinfrastruktur während eines umfassenden Krieges stattfindet, wenn Festivals wie „Mykolaitschuk OPEN" einer der wenigen öffentlichen Räume bleiben, in denen ukrainisches Kino außerhalb von Streaming und heimischem Bildschirm existiert. Den Platz zu zerstören bedeutet, nicht nur Bretter und Leinwand zu treffen, sondern die Idee selbst des gemeinsamen Filmschauens in einer Stadt, wo Sirenen bereits zum Hintergrund geworden sind.

Die Polizei hat bislang keine Verdächtigen genannt und nicht mitgeteilt, ob der Vorfall von Überwachungskameras erfasst wurde.

Falls die Ermittlungen die Täter identifizieren – wird es ausreichend Beweise für ein echtes Urteil geben, und nicht für ein weiteres geschlossenes Verfahren?

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