Der 2. Januar als Test von Selenskyjs Personalpolitik: Wer im Präsidialamt ist und welche Folgen das hat

Der Präsident kündigte einen „wichtigen Tag“ für die Innenpolitik zu Jahresbeginn an. Wir beleuchten, wen man unter den Kandidaten nannte, welche Verbindung zur Ermittlung des NABU besteht und was die Entscheidung für die Stabilität und das Vertrauen der Partner bedeuten wird.

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Ein ruhiges Datum mit großer Bedeutung

In seiner Abendansprache teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit, dass der 2. Januar „ein wichtiger Tag der Innenpolitik für die Ukraine sein wird“. Details nannte er nicht, doch ist diese Ankündigung vor dem Hintergrund zweier Trends zu lesen: Personalrochaden im Büro des Präsidenten und einer jüngsten Untersuchung, die das engste Umfeld betraf.

"Morgen wird ein wichtiger Tag der Innenpolitik für die Ukraine sein"

— Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Wer genannt wurde und warum das wichtig ist

Der Präsident hatte zuvor angekündigt, Anfang des Jahres einen neuen Leiter des Präsidialamts sowie Ersatz für einige Regionalgouverneure bekanntzugeben. In der Liste von Namen, die am 8. Dezember kursierten, tauchten auf: Vize-Premierminister, Leiter des Ministeriums für Digitalisierung Mykhailo Fedorov, Verteidigungsminister Denys Shmyhal, Leiter der Hauptverwaltung der Aufklärung Kyrylo Budanov, Stellvertreter des Leiters des Präsidialamts Pavlo Palisa und erster stellvertretender Außenminister Serhii Kyslytsia. Das sind keine offiziellen Ernennungen — eher eine Aufzählung möglicher Varianten, über die in den Kulissen diskutiert wurde.

"Veränderungen wird es zu Beginn des Jahres geben. Gleich zu Beginn des Jahres."

— Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Kontext: Untersuchung und Rücktritt

Am 28. November führte НАБУ Durchsuchungen beim damaligen Leiter des Präsidialamts Andrij Jermak durch. Nach Angaben der Financial Times stehen diese Maßnahmen im Zusammenhang mit dem «Midas»-Fall im Energiesektor. Noch am selben Abend reichte Jermak seinen Rücktritt ein, den der Präsident annahm. Der digitale und antikorruptive Kontext der Angelegenheit macht jede Personalentscheidung sensibel — innerhalb des Landes wie gegenüber westlichen Partnern.

Was hinter der Entscheidung steckt und welche Folgen sie hat

Fachkreise und diplomatische Quellen weisen auf drei Logiken dieses Schritts hin: erstens das Bedürfnis, die Führungs- und Steuerungskontrolle in Kriegszeiten zu stabilisieren; zweitens ein Signal an internationale Partner, bereit zu sein, auf Korruptionsrisiken zu reagieren; drittens das innenpolitische Gleichgewicht zwischen Teams, die für Sicherheit, Digitalisierung und Außenpolitik verantwortlich sind.

Wenn die Entscheidung durchdacht und transparent getroffen wird, stärkt sie das Vertrauen in die Führung; bleiben Verhandlungen dagegen im Verborgenen ohne Erklärungen, könnte dies eine Welle der Kritik und Spekulationen befördern. Deshalb ist nicht so sehr der bloße Fakt der Rochaden wichtig, sondern die Mechanik ihrer Beschlussfassung und die Kommunikation mit der Gesellschaft und den Partnern.

Kurze Prognose

Der 2. Januar muss nicht alle Fragen beantworten, er wird aber ein Indikator für die Vorgehensweise sein — ob die Regierung auf einen Neustart durch transparente Verfahren setzt oder auf interne Vereinbarungen. Jetzt liegt der Ball beim Präsidenten: Werden die Ankündigungen zu konkreten Personalentscheidungen, die die staatliche Verwaltung in Kriegszeiten stärken?

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