91 Schiffe und kein Durchbruch: Wie US-Marineinfanterie iranisches Öl in der Straße von Oman stoppt

Ein amerikanischer Marineinfanterist an Bord der M/T Celestial Sea – das ist bereits der 91. Fall einer erzwungenen Kursänderung eines Schiffes seit Beginn der Blockade. In 38 Tagen haben die USA dem Iran Öleinnahmen in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar vorenthalten.

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Морпіхи США (Фото: U.S. Central Command)

Am 20. Mai 2026 bestiegen Marineinfanteristen der 31. US-Expeditionstruppe (31st MEU) den iranischen Öltanker M/T Celestial Sea in der Straße von Oman. Das Schiff war auf dem Weg zu einem iranischen Hafen — um die Seeblockade zu umgehen, die Washington am 13. April verhängt hatte. Nach der Durchsuchung wurde die Besatzung aufgefordert, den Kurs zu ändern; es gab keine Opfer, das Schiff wurde freigegeben.

Was ist diese Blockade und warum ist Celestial Sea nicht die erste

Die Blockade umfasst die gesamte iranische Küste — von den Häfen des Persischen Golfs bis zum Arabischen Meer. Nach Aussagen des Vorsitzenden des Vereinigten Generalstabskomitees, General Mark Kaine, erstreckt sich die Blockade sogar auf Schiffe, die vor ihrem Beginn den Iran verlassen haben. Deshalb finden die Operationen nicht nur in der Straße von Oman, sondern auch in der Bengalischen Bucht statt.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls mit der Celestial Sea hatte CENTCOM bereits 91 Handelsschiffe umgeleitet. Vier Schiffe wurden zwangsweise außer Gefecht gesetzt — nachdem ihre Besatzungen die Warnungen ignoriert hatten. Der erste Präzedenzfall mit harter Gewalt ereignete sich am 19. April: Marineinfanteristen derselben 31st MEU seilten sich von Hubschraubern auf das iranische Frachtschiff M/V Touska ab — nach sechs Stunden der Weigerung, Befehlen nachzukommen, eröffnete der Zerstörer USS Spruance das Feuer auf den Maschinenraum.

«Amerikanische Streitkräfte setzen die vollständige Durchsetzung der Blockade fort und haben bislang 91 Handelsschiffe umgeleitet»

CENTCOM, 20. Mai 2026

Umfang: Was die Blockade für den Iran bedeutet

Öleinnahmen machen über 40% des iranischen Exports aus. Nach Schätzungen des Pentagon verlor der Iran allein in den ersten Wochen der Blockade 4,8 Milliarden Dollar an Öleinnahmen. Gleichzeitig verzeichnete der Analyst von TankerTrackers, Samir Madani, mindestens 26 iranische Schiffe, die die Blockade umgingen, indem sie sich an der pakistanischen und indischen Küste bis zur Straße von Malakka hielten — das heißt, ein Leck-Schema existiert bereits.

  • 91 Schiffe seit dem 13. April bis zum 20. Mai umgeleitet
  • 4 Schiffe mit Gewalt außer Gefecht gesetzt
  • 10.000+ amerikanische Militärs am ersten Tag der Operation eingesetzt
  • 4,8 Milliarden Dollar — geschätzte Verluste Teherans bei Öleinnahmen

Die iranische Antwort: zwischen Rhetorik und konkreten Maßnahmen

Teheran bezeichnete die Blockade offiziell als «Piraterie» und als rechtswidrig nach internationalem Recht. Das Oberkommando Khatam al-Anbiya warnte vor «Vergeltung». Gleichzeitig ereignete sich nach der Eroberung der Celestial Sea kein symmetrischer Schritt — der Iran blockiert weiterhin die Straße von Hormuz, durch die vor Krisenbeginn 25% des weltweiten Seehandels mit Öl und 20% von LNG flossen.

Parallel dazu äußerte Präsident Trump am 19. Mai öffentlich seine Bereitschaft zu neuen Luftangriffen auf den Iran, falls die diplomatischen Verhandlungen über einen Waffenstillstand in einer Sackgasse stecken bleiben. Dies ist das erste öffentliche Signal dieser Art seit Beginn des Waffenstillstands-Regimes.

Die Celestial Sea wurde freigegeben — im Gegensatz zur Touska, die beschlagnahmt wurde. Der Unterschied in der Vorgehensweise wurde bislang offiziell nicht erklärt: Wenn die USA Beschlagnahmen selektiv und nicht systematisch durchführen, was genau bestimmt dann die Grenze zwischen «Umleitung» und «Entern mit Beschlagnahme»?

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