Großbritannien bereitet Sanktionen gegen Russlands Finanzsektor vor — Zelenski-Büro

Bevollmächtigter des Präsidenten bestätigt: London bereitet neue Beschränkungen nach Kritik an Lockerung der Ölpreisobergrenze vor. Die Frage eines Kontrollmechanismus bleibt zentral.

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Лондон (Ілюстративне фото: Depositphotos)

Großbritannien arbeitet an einem neuen Sanktionspaket gegen den russischen Finanzsektor. Dies teilte der Bevollmächtigte des Präsidenten der Ukraine für Sanktionspolitik LIGA.net in einem Kommentar mit und bezog sich dabei auf eine Bestätigung durch britische Partner.

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund scharfer Kritik an der G7: Der Zusammenschluss hat bislang keinen echten Durchsetzungsmechanismus für die Preisdecke für russisches Erdöl in Höhe von 60 Dollar pro Barrel eingeführt. Nach Analysen der Kyiv School of Economics verkauft Russland sein Erdöl kontinuierlich über dieser Marke durch eine Schattenflotte – und kein unterzeichnendes Land wurde dafür zur Rechenschaft gezogen.

Genau hier entsteht ein echter Konflikt: London hat die Preisdeckel-Vereinbarung unterzeichnet, aber die Instrumente zu ihrer Durchsetzung funktionieren bis heute nicht. Die neuen Sanktionen gegen den Finanzsektor sind entweder ein Eingeständnis dieses Versagens und ein Versuch, den Druckverlust auszugleichen, oder eine weitere deklarative Geste ohne Substanz.

Der russische Finanzsektor bleibt eine verwundbare Achillesferse: Genau durch ihn laufen die Zahlungen für Energieträger, die den Krieg finanzieren. Sogar die Abkopplung von einigen wenigen großen Banken von internationalen Korrespondentenkonten könnte die Logistik von Ölzahlungen erschweren – vorausgesetzt, die Sanktionen beinhalten eine Liste konkreter Institute und sekundäre Beschränkungen für Vermittler.

Details des Pakets – Namen von Banken, Zeitpläne, Format der sekundären Sanktionen – werden von offiziellen Vertretern bislang nicht offengelegt. Ankündigungen ohne diese Details wiederholen das gleiche Schema, das die Ölpreisdecke bereits diskreditiert hat.

Wenn Großbritannien wirklich die Kette „Erdöl → Dollar → Waffen" unterbrechen will, ist die Kernfrage nicht „ob es Sanktionen geben wird", sondern ob sie einen Durchsetzungsmechanismus enthalten – ohne den jedes neue Paket das Schicksal der Preisdecke wiederholen würde.

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