Am Morgen des 3. Juni schlugen Drohnenoperatoren des 1. Separaten Zentrums der Unbemannte-Drohnensysteme der AFU um 06:35 Uhr nacheinander zweimal mit Drohnen des Typs FP-1 auf die Fregatte «Bojkij» ein, die im Trockendock des Marinearsenals Weleschinski des Marinearsenals Kronstadt stand. Satellitenaufnahmen des Unternehmens Vantor, veröffentlicht durch das Projekt «Schemy», dokumentieren die Folgen: Rauch über dem Schiffsrumpf und Feuerwehrleute mit mehreren Wasserwerfern an Bord.
Was für ein Schiff
«Bojkij» ist die dritte Fregatte der Baltischen Flotte, Projekt 20380. 2011 vom Stapel gelaufen, 2013 in Dienst gestellt. Träger von Seezielflugkörpern Ch-35, Geschützanlage A-190 und Mitteln der U-Boot-Abwehr. 2025 eskortierten die Fregatte wiederholt Schiffe der russischen Schattenöltankerflotte im Ärmelkanal. Im Februar 2026 – begann eine planmäßige Reparatur in Kronstadt.
«Sie hat eine großartige Reisegeschichte und Abenteuer entlang der NATO-Grenzen, eskortierten die Schattenöltankerflotte der Schaben. In Erinnerung blieb der triumphale Rammstoß gegen das Forschungsschiff ‹Admiral Wladimirski›.»
Befehlshaber der Drohnensysteme Robert «Madjar» Brovdi
Warum das Trockendock ein doppelter Schlag ist
Nach Einschätzung von Defense Express hat eine Beschädigung des Schiffes im Trockendock doppelte Auswirkungen. Erstens steht das Schiff in dieser Position mit offenen Schotten – seine Brandwiderstandsfähigkeit nimmt stark ab. Zweitens könnte ein Brand nicht nur den Aufbau, sondern auch einen großen Teil der inneren Leitungen zerstören. Die analytisch verwundbarste Zone wird der mittlere Teil des Schiffsrumpfes angesehen – dort befinden sich die Startanlagen der Ch-35.
Ein weiterer Aspekt ist die Blockade des Werks selbst. Das Marinearsenal Kronstadt ist eine der wichtigsten Reparaturbasen der Baltischen Flotte. Ein beschädigtes Schiff im Dock behindert physisch die Möglichkeit der Wartung anderer Schiffe.
Bestätigung und Kontext des Anschlags
Die Beschädigung der «Bojkij» wurde unabhängig vom Generalstab der AFU, vom SBU und vom Befehlshaber der Drohnensysteme Madjar bestätigt, der ein Video mit dem Drohnen-Kampfinterface veröffentlichte. Der Anschlag auf Kronstadt war Teil einer umfassenderen nächtlichen Operation: weitere Ziele waren das Ölterminal «Sankt-Petersburg», eine Fabrik für Präzisionswaffen-Komponenten in der Tambower Oblast und ein Flugplatz auf der Krim.
- Zeitpunkt des Anschlags: 06:35, 3. Juni
- Ausführung: 1. Separates Zentrum der Drohnensysteme der AFU, FP-1-Drohnen
- Bestätigung: Generalstab der AFU, SBU, Befehlshaber der Drohnensysteme Brovdi, Satellitenaufnahmen von Vantor
- Status des Schiffs zum Zeitpunkt des Anschlags: planmäßige Reparatur im Trockendock
Defense Express vermerkt: Falls die Beschädigungen kritisch sind, könnte die Wiederherstellung der «Bojkij» Jahre dauern oder wirtschaftlich nicht mehr rentabel sein – besonders angesichts der Tatsache, dass das Marinearsenal Kronstadt bereits mit der Flottenwartung unter Bedingungen von Sanktionen gegen Schiffbau-Komponenten überlastet ist.
Wie schwerwiegend die Beschädigungen sind, wird klar, wenn neue Satellitenaufnahmen verfügbar sind, die zeigen, ob das Schiff noch im gleichen Dock bleibt – oder ob Russland bereits versucht, es zu verstecken oder zu evakuieren.