Was passiert ist und warum es wichtig ist
Das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (ЦПД) hat einen weiteren Informationsangriff im Zusammenhang mit den XXV. Olympischen Winterspielen in Italien registriert. Russische Medien verbreiteten einen gefälschten Fernsehbeitrag, der als Material der kanadischen Rundfunkgesellschaft CBC ausgegeben wurde. Gefälschte Aufnahmen und eine künstliche Stimme erzeugten die Illusion, ukrainische Sportler seien wegen ihres „unangemessenen Verhaltens“ gezielt umgesiedelt worden — Behauptungen, die im Originalbeitrag der CBC überhaupt nicht vorkommen.
Mechanik der Fälschung
Laut ЦПД verwendeten die Propagandisten einen echten Videoclip der CBC, ersetzten Teile der Bildsequenz und legten eine künstlich erzeugte Stimme darüber, die eine Journalistin imitiert. Eine solche Kombination — reale visuelle Hinweise + vertrauenswürdig klingende Sprachbegleitung — macht die Fälschung für ein breites Publikum überzeugender.
"Dieser Beitrag ist eine Fälschung. In dem Originalbeitrag der CBC erwähnt die Journalistin die Ukraine oder ukrainische Sportler nicht"
— Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation
Warum sie das tun
Die Olympischen Spiele sind ein Ereignis mit erhöhter Aufmerksamkeit von Medien und Öffentlichkeit, daher hat jede Desinformation hier das Potenzial, sich schnell zu verbreiten. Experten zur Bekämpfung von Desinformation zufolge ist das Ziel solcher Operationen, die internationale Unterstützung für die Ukraine zu untergraben, indem ihre Bürger und Sportler im internationalen Medienraum diskreditiert werden. Die Verwendung einer externen Marke (CBC) und von Technologien (KI‑Vertonung) verleiht der Fälschung visuelle und stimmliche Legitimität.
"Solche Fälschungen wirken auf die Reputation: Wenn die Quelle vertraut erscheint, überprüfen Menschen die Informationen weniger"
— Experte für Desinformationsbekämpfung (anonym aus Sicherheitsgründen)
Fakten zu den Auftritten ukrainischer Sportler
Während sich politische Manipulationen im Netz verbreiten, treten unsere Sportler weiterhin auf Pisten und Strecken an: Annamari Dancha erreichte nicht das Achtelfinale im Snowboard, Anastasia Shepilenko belegte den 32. Platz im Alpinski, und das Biathlon‑Team wurde in der Mixed‑Staffel Achter. Diese Ergebnisse sind nüchterne Fakten, die keiner Spekulation bedürfen und wichtiger sind als Informationsprovokationen.
Was als Nächstes zu tun ist
Dieser Fall ist eine Erinnerung an Publikum und Partner: Quellen zu prüfen, Materialien nicht ohne Verifikation weiterzuverbreiten und die Arbeit von Faktenprüfern zu unterstützen. Für Staat und Sportorganisationen ist dies ein Signal, die Kommunikation und digitale Hygiene bei Großveranstaltungen zu verstärken. Technische Instrumente (Videoverifikation, Audioanalyse) und diplomatische Beschwerden gegenüber den Verbreitern sind vorrangige Schritte zur Reaktion.
Fazit
Diese Fälschung ist Teil einer systematischen Diskreditierungskampagne. Sie ändert nicht die tatsächlichen Ergebnisse der Sportler, kann aber die Wahrnehmung der Ukraine im Ausland beeinflussen. Die Frage ist nicht, ob wir einen einzelnen Clip widerlegen können — die Frage ist die systematische Arbeit unserer Partner und des Medienraums, damit solche Manipulationen nicht zur Vertrauensquelle für ein internationales Publikum werden.