Hnatov erklärte, worüber man in Genf mit den USA bezüglich eines Waffenstillstands gesprochen hat

Der Generalstabschef Andrij Hnatov erklärte, dass bei den Verhandlungen in Genf mit den USA Bedingungen erörtert wurden, die ein Einstellen der Kampfhandlungen begünstigen würden, nicht aber die eigentlichen Bedingungen eines Waffenstillstands. Letztere könnten nur zwischen der Ukraine und Russland verhandelt werden.

541
Aktie:
0:00 / 0:00  min.

Bei den Verhandlungen zwischen der Ukraine und den USA in der Schweiz wurden Bedingungen besprochen, die ein Ende der Kampfhandlungen und die Umsetzung weiterer Schritte fördern würden, nicht die konkreten Bedingungen eines Waffenstillstands. Das sagte in einem Interview mit LIGA.net ein Teilnehmer der ukrainischen Delegation, Generalstabschef der Streitkräfte der Ukraine, Andrij Hnatov.

Die Journalistin fragte, ob alle Punkte des Friedensplans vor oder nach dem Waffenstillstand umgesetzt werden würden und welchen Platz der Waffenstillstand in dem von den Parteien diskutierten Schema einnehme.

Hnatov bemerkte, dass die Bedingungen eines Waffenstillstands nur zwischen der Ukraine und dem Aggressorstaat Russland verhandelt werden könnten.

"Die Verhandlungen in Genf fanden zwischen der Ukraine und den USA statt und betrafen eher Bedingungen, die den Prozess der Einstellung der Kampfhandlungen und die Umsetzung weiterer Schritte fördern würden"

– erklärte der Generalstabschef.

Zeitpunkt eines möglichen Waffenstillstands

Hnatov sagte LIGA.net außerdem, dass ein Ende des Krieges durch einen gerechten Frieden mit Entschädigungen von Moskau bis Ende 2025 nicht möglich sei. Gleichzeitig könne unter bestimmten Voraussetzungen ein Waffenstillstand innerhalb weniger Tage oder Wochen eintreten.

Kontext

In demselben Interview berichtete Hnatov, dass bei den Verhandlungen in Genf nicht über eine Verringerung der Streitkräfte der Ukraine gesprochen worden sei. Außerdem sagte der Militär, dass Fragen, die Kiew nicht direkt betreffen, sowie solche, die von den Präsidenten entschieden werden müssten, nicht erörtert worden seien.

Weltnachrichten