Kim zeigte die Fabrik — Xi kam: Wie eine Kerndemonstration zur Eintrittskarte für Verhandlungen wurde

Nordkorea eröffnet neue Urananreicherungsanlage einen Tag vor Ankündigung von Xi Jinpings Besuch. Experten sagen: Das ist kein Zufall, sondern eine Botschaft — Kim möchte, dass China ihn vor möglichen Verhandlungen mit Trump als Atommacht anerkennt.

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Кім Чен Ин та Сі Цзіньпін (Фото: ЕРА)

Die Chronologie von zwei Tagen spricht für sich selbst. Am Donnerstag zeigte Nordkorea der Welt eine Urananreicherungsanlage — Kim Jong-un besuchte die Einrichtung persönlich und kündigte Pläne an, sein Atomwaffenarsenal „in exponentiellem Tempo" zu vergrößern. Am Freitag kündigten Peking und Pjöngjang gleichzeitig an: Xi Jinping wird am 8.–9. Juni nach Nordkorea reisen. Sein erster Besuch seit fast sieben Jahren.

Nach Einschätzung des südkoreanischen Militärs handelt es sich bei der neuen Anlage tatsächlich um eine Urananreicherungsanlage — Rohstoff für Atomsprengköpfe. Doch die Tatsache der Offenlegung könnte wichtiger sein als die Anlage selbst.

Die Offenlegung der Anlage deutet darauf hin, dass Kim seinen Status als Kernwaffenstaat kurz vor Xis Besuch festigen wollte.

Analytiker, auf die sich AP bezieht

Was Kim von diesem Besuch will

Die Strategie Pjöngjangs ist relativ klar zu durchschauen. Laut Analysten strebt Kim eine internationale Anerkennung Nordkoreas als Kernwaffenstaat an — vor allem durch China und Russland —, um dann mit den USA nicht über einen Verzicht auf Waffen zu verhandeln, sondern über eine Reduzierung des Arsenals gegen Zugeständnisse. Dies ist eine grundlegend andere Position als die Entkernwaffenisierung, die der Westen bisher gefordert hat.

Kims Atomdiplomatie hat bereits erste Erfolge gebracht. Im September 2025 nahm er an einer großangelegten Militärparade in Peking teil, wo er neben Xi und Putin stand — dies wurde vielerorts als De-facto-Anerkennung Nordkoreas als Kernwaffenstaat durch zwei der mächtigsten autoritären Regime der Welt interpretiert.

Unangenehme Arithmetik für Peking

China befindet sich zwischen zwei Fronten. Einerseits erklärt Peking seit Jahren die Entkernwaffenisierung der koreanischen Halbinsel zur offiziellen Position — die offene Anerkennung Nordkoreas als Kernwaffenstaat würde bedeuten, sein eigenes Nichtverbreitungsregime zu untergraben und zu riskieren, dass Seoul und Tokio eine Kettenreaktion auslösen. Andererseits nähert sich Kim aktiv Moskau an: Nordkorea liefert Russland Waffen und Soldaten für den Krieg gegen die Ukraine, was Chinas traditionelle Rolle als Hauptpate Pjöngjangs schwächt.

Wie Foreign Policy bemerkt, hat Xi diesen Besuch lange hinausgezögert, gerade weil Peking noch immer keine klare Antwort auf die Realität eines nuklearen Nordkorea gefunden hat. Nun reist er hin — ohne öffentlich angekündigte Agenda.

Bemerkenswert ist, dass die Reise nur wenige Wochen stattfindet, nachdem Xi Donald Trump und Wladimir Putin separat in Peking empfangen hat. China positioniert sich als Schlüsselknotenpunkt zwischen allen Parteien — und der Besuch in Pjöngjang passt in diese Logik.

Was bedeutet „exponentielles" Aufrüsten

Kim Jong-un baut sein Atomwaffenarsenal konzentriert seit 2019 aus — seit seine Diplomatie mit Trump auf dem Gipfel in Hanoi zusammenbrach. Seitdem führte Nordkorea eine Reihe von Ballistikakettentest durch, einschließlich interkontinentaler, und erklärte sich selbst auf verfassungsrechtlicher Ebene zu einem unumkehrbaren Kernwaffenstaat. Die neue Anlage ist ein weiteres Signal: Verhandlungen sind möglich, aber nicht über den Verzicht auf Waffen.

Trump wiederum äußert öffentlich den Wunsch, die Diplomatie mit Pjöngjang wieder aufzunehmen. Sollte Xi nach diesem Besuch zum Vermittler zwischen Kim und Trump werden, würde Peking ernsthafte Dividenden erhalten — und gleichzeitig einen Druckhebel auf Washington.

Die Frage ist, ob China die Rolle akzeptieren wird, die Kim ihm zuweist: ein stiller Garant von Nordkoreas Kernwaffenstatus — und was genau Xi dafür erhalten wird, um diesen Schritt vor seiner eigenen diplomatischen Doktrin zu rechtfertigen.

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