Kombinierter Angriff am 17. Februar: 29 Raketen und fast 400 Drohnen — die Luftabwehr schoss 392 Ziele ab

Russland führte eine kombinierte Attacke mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen durch. Warum gerade jetzt, wie die Luftabwehr reagierte und welche Folgen das für das Energiesystem und die zivile Infrastruktur hat — die Fakten.

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Робота ППО (Фото: Генштаб)

Das Wichtigste

In der Nacht zum 17. Februar führte Russland einen massiven kombinierten Schlag gegen die Ukraine aus – insgesamt rund 29 Raketen und fast 400 Angriffs‑Drohnen. Dieser Angriff verband ballistische und Marschflugkörper mit massenhaften „Shahed“-Drohnen und ist ein Zeichen für die Intensivierung mehrkanaliger Schlagoperationen.

Was genau angegriffen hat

Nach Angaben des Kommandos der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine setzte der Gegner ein:

• 4 ballistische Iskander‑M‑Raketen (aus der Region Rostow und der vorübergehend besetzten Krim);

• 20 luftgestützte Marschflugkörper X‑101 (aus dem Kaspischen Meer);

• 4 Marschflugkörper Iskander‑K (aus der Region Kursk);

• eine gelenkte Luft-Boden‑Rakete X‑59/69 (aus dem Luftraum der Oblast Donezk);

• 396 Angriffs‑UAVs, davon etwa 250 als „Shahed“-Drohnen identifiziert.

Wie die Luftabwehr reagierte

"Im Verlauf der Nacht und des Morgens hat die Luftverteidigung 392 Luftziele abgeschossen oder außer Gefecht gesetzt."

— Kommando der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine

Details der Abfangaktionen: abgeschossen wurden 20 Marschflugkörper X‑101, 4 Iskander‑K‑Raketen, 1 gelenkter Luft‑Boden‑Flugkörper X‑59/69 und 367 feindliche Drohnen. Gleichzeitig wurden Einschläge von 4 ballistischen Raketen und 18 Angriffs‑Drohnen an 13 Orten registriert; Trümmer fielen an 8 weiteren Stellen.

Folgen für die zivile Infrastruktur

12 Oblaste/Regionen waren betroffen. Es gibt Berichte über neun Verletzte, darunter Kinder. Mehr als 10 Wohnhäuser und Einrichtungen der Eisenbahninfrastruktur wurden beschädigt. Der Präsident betonte den gezielten Charakter der Angriffe:

"Es handelte sich um einen kombinierten Schlag, gezielt kalkuliert, um so viel wie möglich an unserer Energieinfrastruktur zu beschädigen."

— Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Warum das wichtig ist

Erstens, der Angriff zeigt den Übergang zu komplexeren kombinierten Szenarien, bei denen der Gegner Ballistik, Marschflugkörper und eine massive Drohnenkomponente synchronisiert.

Zweitens, der hohe Anteil zerstörter Ziele weist auf eine gesteigerte Effektivität unserer Luftabwehr und die Koordination mit Luftaufklärung und Cyberunterstützung hin, doch selbst Treffer nur eines kleinen Teils dieser Angriffe haben eine unverhältnismäßig große zivile Wirkung.

Drittens, Angriffe auf die Energieinfrastruktur bleiben ein vorrangiges Ziel des Gegners – ein direkter Versuch, die Widerstandsfähigkeit des Staates zu schwächen und die soziale Spannung zu erhöhen.

Wie geht es weiter

Fachkreise betonen: Es ist notwendig, die Luftabwehr gleichzeitig zu stärken, die Energieversorgung zu diversifizieren und kritische Infrastruktur schnell wiederherzustellen. Bislang ist das Ergebnis des Angriffs eine Kombination aus taktischen Verlusten und strategischem Druck auf die Lebensgrundlagen der Bevölkerung.

Fazit

Dieser Schlag ist kein Einzelfall, sondern ein Signal für die Weiterentwicklung feindlicher Taktiken. Die Reaktion entscheidet nicht nur über die Anzahl abgeschossener Raketen und Drohnen, sondern auch darüber, wie schnell Häuser, Zugverbindungen und Heizungen wiederhergestellt werden. Nun sind die Partner am Zug: Ihre Lieferungen von Luftabwehrsystemen, Ersatzteilen für Energiesysteme und Unterstützung beim Wiederaufbau müssen Priorität haben.

Weltnachrichten

Politik

In einem Interview mit Axios erklärte der Präsident unmissverständlich: Die Ukrainer werden einem Abkommen nicht zustimmen, das einen einseitigen Rückzug Kiews aus dem Donbass und die Übergabe der Kontrolle an Russland vorsieht. Wir erläutern, warum dies die Rahmenbedingungen für weitere Verhandlungen bestimmt und welche Folgen das für die Sicherheit der Ukraine hat.

3 Stunden vor