Wovon die Quellen berichten
Zwei Gesprächspartner von LIGA.net, die den Streitkräften nahe stehen, berichteten, dass der Leiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine, Vasyl Malyuk, möglicherweise zurücktreten werde. Einer von ihnen behauptet, Malyuk habe angeblich bereits zugestimmt, ein Rücktrittsschreiben zu verfassen. Die Quellen betonen: Die Lage ist dynamisch, eine endgültige Entscheidung liegt noch nicht vor.
Wer der nächste Chef werden könnte
Als möglichen Nachfolger nennt man Generalmajor des SBU Yevhen Khmara, der am 25. August 2025 zum Leiter des Zentrums für Spezialoperationen „A“ („Alpha“) ernannt wurde. Diese Einheit ist für Anti-Terror- und Spezialoperationen zuständig – also für die operative Komponente, die unmittelbaren Einfluss auf die Sicherheit an der Front und im Hinterland hat.
Politischer Hintergrund und Reaktionen
„Es fällt mir sehr schwer zu glauben, dass die Werchowna Rada, wenn sie versteht, wie Vasyl Malyuk und der SBU arbeiten, insbesondere angesichts dessen, was wir sowohl in Bezug auf die Russische Föderation als auch auf Spione sehen, und insgesamt, dass sich Stimmen finden werden.“
— Roman Kostenko, Abgeordneter (Fraktion „Golos“)
Abgeordnete und einige politische Akteure haben bereits ihre Unterstützung für Malyuk geäußert; Abgeordneter Kostenko zweifelt daran, dass die Werchowna Rada seiner Entlassung zustimmen wird. LIGA.net wandte sich ebenfalls an den SBU und den Kommandeur der „Alpha“, erhielt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung jedoch keine Antwort.
Früher, am 2. Januar, berichteten mehrere Medien (unter anderem UP) über mögliche Umbesetzungen im Sicherheitsblock – unter anderem wurden Optionen genannt, Malyuk in andere Strukturen zu versetzen oder Veränderungen an der Spitze des SBU vorzunehmen. Am selben Tag nahm der Präsident Personalentscheidungen in anderen Diensten vor: Budanov – ins Präsidialamt, Ivashchenko – ins GUR.
Warum das wichtig ist
Ein Wechsel an der Spitze des SBU ist nicht nur eine Personalfrage. Die Kontinuität der Gegenspionage, die Koordination von Spezialoperationen und das Vertrauen internationaler Partner hängen direkt von der Stabilität der Führung und der Transparenz des Ernennungsprozesses ab. Wenn sich im Sicherheitsblock Serien von Umbesetzungen ereignen, kann das sowohl auf die Notwendigkeit einer Erneuerung der Führungsansätze als auch auf politische Verhandlungen innerhalb der Eliten hinweisen.
Sicherheitsanalysten weisen darauf hin: Wenn es sich um eine geplante Rotation handelt, ist es wichtig, dass sie unter Kontrolle der operativen Logik erfolgt und nicht zum Instrument wird, die Effektivität der Dienste während des Krieges zu untergraben.
Wie es weitergeht
Die nächsten Schritte, auf die man achten sollte: offizielle Stellungnahmen des Präsidialamts, die Position des SBU, eine mögliche Abstimmung im Plenum der Werchowna Rada (falls ein Antrag eingereicht wird) und die Reaktion der Partner der Ukraine. Anstatt zu spekulieren, ist es wichtig, auf Bestätigungen zu warten und nicht die einzelne Änderung, sondern ihre Auswirkungen auf das Sicherheitssystem des Landes zu bewerten.
Die Frage ist klar und einfach: Werden diese Personalentscheidungen darauf abzielen, die operative Leistungsfähigkeit und die Koordination zwischen den Diensten zu stärken, oder werden sie in einem für das Land kritischen Moment zur Quelle von Unsicherheit?