Newsom in München: Trump — nicht für Jahrzehnte. Was das für den Westen und die Ukraine bedeutet

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz bezeichnete Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom die Trump-Administration als vorübergehend — wir erklären, warum das wichtig für die europäische Einheit und für die sicherheitspolitische Unterstützung der Ukraine ist.

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Гевін Ньюсом (Фото: RONALD WITTEK / EPA)

Worum es in München ging

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) sagte der Gouverneur von Kalifornien Gavin Newsom, die derzeitige Administration des US-Präsidenten Donald Trump sei temporär und "wird in Jahren gemessen werden, nicht in Jahrzehnten" — berichtete Bloomberg (14. Februar). Newsom verband diese Befristung mit den erwarteten Verlusten der Republikaner bei den Zwischenwahlen und möglichen rechtlichen Beschränkungen der präsidialen Befugnisse, insbesondere in Fragen von Zöllen.

"Er wird in Jahren gemessen werden, nicht in Jahrzehnten"

— Gavin Newsom, Gouverneur von Kalifornien

Kernbotschaften der Rede

Newsom unterschied zwischen dem Stil der derzeitigen Administration und den tragfähigen amerikanischen Institutionen und forderte die europäischen Führungspersönlichkeiten auf, stabile Partnerschaften nicht nur mit der Bundesregierung der USA, sondern auch mit mächtigen Bundesstaaten wie Kalifornien zu pflegen. Seiner Ansicht nach seien die europäischen Hauptstädte als Reaktion auf die Unsicherheit in Washington geschlossener geworden.

"Vielleicht ist das der einzige Beitrag von Donald Trump"

— Gavin Newsom, Gouverneur von Kalifornien

Position der Konservativen und Interessensausgleich

Wie berichtet, wies auch Senator Marco Rubio auf der MSC auf eine doppelte Botschaft hin: Das Schicksal Europas sei eng mit den USA verknüpft, doch es gebe Fragen zur Vereinbarkeit mancher europäischen Entscheidungen mit westlichen Werten. Newsom stimmte den Betonungen der Rechtsstaatlichkeit teilweise zu, mahnte jedoch vor einer Konzentration von Macht in wenigen Händen.

Warum das für die Ukraine wichtig ist

Diese Äußerungen sind mehr als reine US-Innenpolitik. Erstens kann der Einfluss des Bundeszentrums auf die Außenpolitik schwanken, und in solchen Phasen müssen die Bundesstaaten und subnationale Akteure zusätzliche Rollen bei der Unterstützung von Partnern übernehmen. Zweitens könnten wahrscheinliche rechtliche und politische Beschränkungen für den Präsidenten in Bezug auf Zölle und außenwirtschaftliche Politik Lieferketten und Industrieprojekte betreffen, die für die Verteidigungszusammenarbeit wichtig sind.

Für die Ukraine bedeutet das: nicht nur die Kontakte zu Washington zu intensivieren, sondern auch direkte Verbindungen zu US-Bundesstaaten, Investoren und zivilgesellschaftlichen Akteuren auszubauen; auf mehrstufige Unterstützung zu setzen, die Schwankungen auf Bundesebene standhält.

Politischer Hintergrund in den USA

Newsom ist eine prominente Figur der Demokratischen Partei und ein möglicher Präsidentschaftsanwärter in der Zukunft. Seine Warnungen verbinden eine politische Einschätzung der Risiken für die USA mit dem Aufruf an die Europäer, auf ein breiteres Spektrum amerikanischer Partner zu setzen. Das ist Teil einer breiteren Debatte über die Stabilität der transatlantischen Beziehungen in Zeiten politischer Unsicherheit.

Fazit

Die Aussagen in München sind ein Indikator für zwei Dinge: Erstens wächst in Nordamerika und Europa das Bewusstsein für die Kurzfristigkeit bestimmter politischer Zyklen; zweitens sind sie ein Signal an die Verbündeten, einschließlich der Ukraine, die mehrstufige Diplomatie zu aktivieren. Nun sind die europäischen Hauptstädte und Kiew gefordert — die rhetorische Unterstützung in praktische Kooperationsmechanismen zu überführen, die politischen Veränderungen in Washington standhalten.

Quellen: Bloomberg, Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), Reden von G. Newsom und M. Rubio.

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