"Von der Tavrija zum Mercedes wechseln": Warum nicht Flugkunst, sondern die englische Sprache den Umstieg auf westliche Hubschrauber bremst

Der Kommandeur der Armeeluftwaffe erklärte, dass Piloten westliche Hubschrauber in Stunden beherrschen, doch die Umschulung der Techniker und die Umstellung auf englischsprachige Dokumentation eine Frage von Monaten oder sogar Jahren sei.

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Павло Бардаков (Скриншот з відео LIGA.net)

Es schien, dass die schwierigste Aufgabe beim Übergang zu neuer Technik darin bestand, die Piloten auszubilden. Es stellt sich aber heraus, dass es genau umgekehrt ist: Ukrainische Flieger lernen, westliche Helikopter in zwei bis drei Stunden zu steuern. Die echte Hürde sind dagegen Ingenieure, Techniker und... die englische Sprache.

Darüber berichtete in einem Interview mit LIGA.net der Kommandeur der Armeefliegerei der Landstreitkräfte der ZSU, Brigadegeneral Pawlo Bardakow.

„Basierend auf dem Konzept eines jeden Fluggeräts, eines Helikopters, ist dort alles ähnlich. Und die Steuerungsprinzipien sind dieselben. Es ist wie umzusteigen, möglicherweise von einem Tauria auf einen Mercedes. Also das Gleiche. Es gibt ein Steuer, Pedale, einen Sitz", erklärte Bardakow.

Warum Piloten sich schnell anpassen

Nach Angaben des Generals beherrscht jeder Flieger, der in die Kabine eines westlichen Helikopters kommt, die Steuerung buchstäblich in wenigen Stunden – die Flugprinzipien sind für alle Maschinen universell. Der Unterschied spricht eher für den Piloten: Ausländische Hubschrauber haben eine größere Leistungsreserve, einen weiterentwickelten Autopiloten und Begrenzungssysteme, die verhindern, dass man in unsichere Flugbedingungen gerät – sie schützen vor übermäßiger Schräglage oder Übergeschwindigkeit.

Diese Maschinen ermöglichen es auch, komplexere Kampfaufgaben dank moderner Avionik und modernster Waffen- und Navigationssysteme auszuführen.

Wo das eigentliche Problem liegt

Die größte Herausforderung liegt nicht in der Pilotenkanzel, sondern in der Hangar. Es geht um die Ausbildung des ingenieur-technischen Personals, das für die Reparatur und Wartung der Technik zuständig ist. Hier ist der Unterschied nicht in Details, sondern in der Philosophie.

„Das ist eine ganz andere Philosophie der Wartung von sowjetischer Technik und der Wartung von moderner westlicher Technik, die in den NATO-Staaten im Einsatz ist. Das sind völlig andere Ansätze. Und wir verstehen, dass all das auf Englisch ist", stellte Bardakow fest.

Es geht um technische Dokumentation, Begleitmaterialien und die Zusammenarbeit mit ausländischen Ausbildern. Dies erfordert nicht nur Englisch auf Alltagsniveau, sondern auch Kenntnisse spezifischer technisch-luftfahrtsbezogener Terminologie – plus tiefere technische Vorbereitung, da westliche Helikopter in manchen Aspekten objektiv komplexer sind als sowjetische Analoga.

Bardakow berichtete zuvor, dass sowjetische Helikopter für die Armeefliegerei durch modernisierte amerikanische Black-Hawk-Helikopter gemäß den Anforderungen des russisch-ukrainischen Krieges ersetzt werden.

Während die Ausbildung eines Piloten Stunden dauert und die Umschulung eines Technikers Monate dauert – aufgrund der Sprach- und Konzeptbarriere – wird gerade das Tempo der Vorbereitung des technischen Personals bestimmen, wie schnell die Armeefliegerei vollständig auf einen westlichen Helikopterbestand übergehen kann.

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