Rakete trifft Mondelēz-Werk in Trostjanez: Schlag gegen Arbeitsplätze, Investitionen und Sicherheit

In der Nacht zum 22. Februar traf eine russische Rakete das Produktionsgebäude des US-Unternehmens Mondelēz in Trostjanez. Es geht dabei nicht nur um zerstörte Produktionshallen — es ist eine Frage von Arbeitsplätzen, des Vertrauens der Investoren und der Verantwortung Russlands gegenüber der internationalen Gemeinschaft.

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Кадри атаки на завод (Фото: МЗС)

Was passiert ist

In der Nacht zum 22. Februar traf eine russische Rakete ein Produktionsgebäude des Unternehmens Mondelēz in Trostjanets (Gebiet Sumy). Nach Angaben des Außenministeriums gab es keine Verletzten; die Infrastruktur des Werks wurde beschädigt. Das Werk ist seit den 1990er Jahren in der Region tätig und produziert bekannte Marken – Milka, Oreo, „Korona“ und andere.

„Wenn russische Raketen auf solche Objekte zielen, richten sie sich nicht nur gegen die Ukraine. Sie zielen auf amerikanische Geschäftsinteressen in Europa. Moskau kann nicht von einem wirtschaftlichen Dialog mit den USA sprechen, während es amerikanische Produktionskapazitäten angreift.“

— Andrij Sybiha, Außenminister der Ukraine

Warum das für die Ukraine und die USA wichtig ist

Dieser Schlag richtet sich nicht gegen eine abstrakte Industrie, sondern gegen die Arbeitsplätze Ukrainens und gegen ausländische Investitionen, die über Jahrzehnte gewachsen sind. Mondelēz war eine der ersten großen amerikanischen Investitionen in die unabhängige Wirtschaft der Ukraine; ihre Betriebe zahlen Steuern, schaffen Arbeitsplätze und vernetzen Logistikstränge.

Indem Russland solche Ziele angreift, verstärkt es den wirtschaftlichen Druck und untergräbt die Grundlagen des Wiederaufbaus – sowohl lokal als auch in Bezug auf das Vertrauen ausländischer Geschäftspartner. Für die Leserschaft bedeutet das: eine Verlangsamung von Investitionen und Risiken für lokale Beschäftigung und Dienstleistungen.

Kontext: Serie von Angriffen auf zivile Infrastruktur

Der Angriff auf Mondelēz reiht sich ein in eine Serie von Schlägen gegen Objekte mit Beteiligung ausländischer Unternehmen und gegen zivile Infrastruktur:

  • Im August 2025 — Angriff auf das türkische Werk Baykar in der Ukraine.
  • 6. Dezember — Brand in Lagern der Drogeriekette PROSTOR und der Apothekenkette „Med‑Service“ infolge von Beschuss.
  • November — Einschlag eines „Shahed“ in ein Lager des Welternährungsprogramms der UN.
  • 30. Januar — Beschuss der Philip‑Morris‑Fabrik in Charkiw, der zu einem Lagerbrand führte.

Analysten weisen darauf hin: die gezielte Schädigung industrieller und logistischer Anlagen ist Teil einer Strategie, die gleichzeitig wirtschaftliche, psychologische und politische Effekte erzielt.

Wie es weitergeht und welche Folgen

Erstens ist eine zügige Untersuchung und Dokumentation der Folgen für internationale Partner notwendig – das ist die Grundlage, um Russland über internationale Institutionen und Sanktionsmechanismen zur Verantwortung zu ziehen.

Zweitens müssen der ukrainische Staat und Geschäftspartner die Maßnahmen zum physischen Schutz kritischer Infrastruktur, zur Absicherung gegen Risiken und zur Diversifizierung der Logistik beschleunigen.

Schließlich sollten die Partner der Ukraine – politische wie unternehmerische – ihre Unterstützungsbekundungen in konkrete Entscheidungen umsetzen: Finanzierung des Wiederaufbaus, verstärkte Sicherheitsmaßnahmen für ausländische Investitionen und rechtliche Hilfe bei der Verantwortlichmachung der Täter.

Fazit: Der Schlag gegen Mondelēz ist kein Einzelfall; er ist ein Test für die Bereitschaft der internationalen Gemeinschaft, Investitionen zu schützen und den Aggressor zur Verantwortung zu ziehen. Jetzt sind die Partner am Zug: Werden Worte in Taten umgesetzt?

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