Was passiert ist
Bei einem Briefing während der Münchner Sicherheitskonferenz berichtete Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass ein russischer Raketenangriff eine der großen Produktionslinien für Marschflugkörper „Flamingo“ zerstört habe. Zugleich erklärte er, die Produktion sei bereits verlagert worden und man habe mit einer teilweisen Wiederherstellung begonnen.
"Wir hatten technische Probleme. Wenn wir offen sind: Eine unserer großen Produktionslinien wurde durch Raketen – russische Raketen – zerstört. Jetzt kann ich darüber sprechen, denn die Produktion wurde bereits verlagert und man hat begonnen, sie teilweise wiederherzustellen. Der Neustart dauert an"
— Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine
Bestätigung und operativer Kontext
Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine teilte am 5. Februar 2026 mit, dass ukrainische Kräfte die „Flamingo“-Raketen gegen die Infrastruktur des russischen Truppenübungsplatzes „Kapustin Jar“ eingesetzt hätten. Als Folge der Angriffe wurden Schäden an technischen Anlagen und an einem Lager festgestellt.
Nach Angaben des Präsidenten haben genau diese Raketen kürzlich erfolgreich Ziele in dem Gebiet getroffen, von dem aus die Russischen Streitkräfte ballistische Raketen „Oreshnik“ starten. Damit zeigen die „Flamingo“ ihren praktischen Wert für Schlagoperationen gegen verwundbare Knotenpunkte des Gegners.
Warum das wichtig ist
Kurz: Die Zerstörung einer Produktionslinie verringert das Tempo der Fertigung dringend benötigter Raketen. Die Verlagerung und die teilweise Wiederherstellung sind eine operative Reaktion, gleichen aber bisher nur einen Teil der Verluste aus. Deshalb betont der Präsident die Notwendigkeit, die Ausweitung der Produktion zu beschleunigen.
Analysten der Verteidigungsindustrie weisen darauf hin, dass die Widerstandsfähigkeit gegen solche Angriffe nicht nur von einzelnen Treffern auf Ziele abhängt, sondern von der Fähigkeit der Industrie, Kapazitäten schnell wiederherzustellen und die Produktion von Munition hochzufahren.
Folgen und kurze Prognose
- Fakt: Eine Produktionslinie wurde durch einen Raketenangriff zerstört und bereits verlagert;
- Operation: Die „Flamingo“ haben ihre Wirksamkeit bei der Schädigung gegnerischer Infrastruktur gezeigt (Kapustin Jar, Ziele in der Nähe von „Oreshnik“);
- Schlussfolgerung: Eine Beschleunigung der Produktion und eine Verstärkung des Schutzes der kritischen Infrastruktur der Rüstungsindustrie sind erforderlich, ebenso wie die Koordination mit Partnern für stabile Lieferungen von Komponenten.
Fazit ohne Pathos: Die Verlagerung bietet die Chance, die Produktionskette zu erhalten und den Frontabschnitt bereits kurzfristig zu unterstützen, doch für Stabilität sind zusätzliche Ressourcen, politischer Wille und technische Unterstützung der Partner notwendig. Davon wird abhängen, ob die taktische Wirksamkeit der „Flamingo“ zu einem systemischen Vorteil der ukrainischen Streitkräfte wird.