Die Informationen des Nachrichtendienstes über die Vorbereitung einer weiteren Welle von Angriffen zwangen den Präsidenten zu schnellem Handeln. Die Anweisung zur Verstärkung des Schutzes wurde mit einer klaren Frist erteilt — das ist ein Signal sowohl an das Militär als auch an die Energieversorger, dass die Bereitschaft noch heute erhöht werden muss.
Was bekannt ist
Am 15. Februar teilte Wolodymyr Selenskyj nach einer Selektorsitzung mit, dass der Nachrichtendienst Informationen über die Vorbereitung Russlands eines neuen massiven Angriffs auf das Gebiet der Ukraine habe. Der Präsident beauftragte den Befehlshaber der Luftstreitkräfte Anatolij Kryvonozhko, Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow und den Leiter von Ukrenergo Vitalij Zajchenko, im Laufe des Tages die notwendigen zusätzlichen Schutzmaßnahmen vorzubereiten.
In der Sitzung wurde auch ein nächtlicher Angriff erörtert, bei dem der Feind «Zirkon»-Raketen gegen Anlagen der Energieversorgung eingesetzt hat. Das bestätigt, dass die Angriffe nicht nur auf militärische Ziele, sondern auch auf kritische Infrastruktur abzielen.
"Selbst unmittelbar vor den Treffen der drei Seiten in Genf hat die russische Armee keinen anderen Befehl als die Fortsetzung der Angriffe gegen die Ukraine. Das spricht Bände – wie Russland zu den diplomatischen Bemühungen der Partner steht. Jede russische Rakete ist die Antwort des Aggressors auf die Aufrufe, den Krieg zu beenden"
— Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine
Warum das wichtig ist
Gezielte Angriffe auf die Energieversorgung haben einen doppelten Effekt: Sie erschweren das Leben der Zivilbevölkerung und erzeugen zusätzliche Belastungen für die Logistik und die Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte. Der Einsatz von Hochgeschwindigkeitsraketen und Raketen mit erhöhter Durchschlagskraft erschwert die Aufgabe der Luftverteidigungssysteme und erfordert eine Anpassung der Verteidigungstaktik.
Analysten weisen darauf hin, dass Angriffe im Vorfeld diplomatischer Veranstaltungen oft eine politische Komponente tragen — den Versuch, die Position des Gegners in Verhandlungen zu schwächen und die Ausdauer des Drucks zu demonstrieren. In diesem Zusammenhang haben die in der Sitzung besprochenen operativen Maßnahmen nicht nur technische, sondern auch strategische Bedeutung.
Reaktion und nächste Schritte
Es wird eine Erhöhung der Bereitschaft der Luftstreitkräfte und eine beschleunigte Koordination mit den Energieversorgern erwartet, um die Folgen der Angriffe zu minimieren. Im Januar hatte der Präsident bereits personelle und technische Änderungen in den Luftstreitkräften angekündigt — die Ernennung eines neuen Stellvertreters und die Aufgabe, einen Anti-Drohnen-Schirm über dem Land zu schaffen. Diese Initiativen müssen jetzt konkretisiert und mit einem operativen Plan zum Schutz kritischer Infrastruktur verknüpft werden.
Ob diese Anweisungen zu abgestimmten Maßnahmen werden, die die Risiken für Menschen und Infrastruktur verringern, hängt von der Geschwindigkeit der Umsetzung der Entscheidungen und dem Grad der Koordination zwischen Verteidigung und Energieversorgern ab. Bisher ist das Signal klar: Die Bereitschaft muss unverzüglich erhöht werden.