Rubio dementiert US-Teilnahme am Forum in Sankt Petersburg

Der US-Außenminister widerlegte Gerüchte über die Anwesenheit einer amerikanischen Delegation auf dem Petersburger Wirtschaftsforum — doch die Frage nach inoffiziellen Kontakten bleibt offen.

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Марко Рубіо (Фото: EPA/Shawn Thew)

Der US-Außenminister Marco Rubio hat die Informationen öffentlich dementiert, dass Washington offizielle Vertreter zum Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (PIWF) entsandt habe. Nach seinen Angaben gab es in Sankt-Petersburg keine amerikanische Delegation.

Das PIWF wird vom Kreml jährlich als Plattform zur Demonstration internationaler Unterstützung für die russische Wirtschaft positioniert – besonders unter Druck von Sanktionen. Die Anwesenheit eines beliebigen US-Vertreters hätte symbolische Bedeutung gehabt, die Moskau unweigerlich in seiner eigenen Rhetorik genutzt hätte.

Rubios Dementi erschien vor dem Hintergrund aktiver diplomatischer Signale zwischen Washington und Moskau bezüglich einer möglichen Regelung des Krieges in der Ukraine. Genau dieser Kontext schuf die Vermutung über eine mögliche inoffizielle amerikanische Präsenz auf dem Forum.

Ein wichtiger Unterschied, der festzuhalten ist: Rubio spricht von einer offiziellen Delegation. Dies schließt die Anwesenheit von Geschäftsvertretern, Lobbyisten oder beliebigen anderen Personen mit amerikanischen Pässen nicht aus, die sich in privater Eigenschaft in Sankt-Petersburg aufgehalten haben könnten – und genau diese Grauzone schließt kein Dementi ab.

Für die Ukraine ist die Frage nicht abstrakt: Jede Normalisierung von Kontakten mit Russland auf internationalen Plattformen – selbst inoffizieller Art – mindert den Preis der Isolation, die der Westen seit Februar 2022 aufrechtzuerhalten versucht.

Reicht Rubios öffentliches Dementi aus, um die Frage zu klären – wenn die Verwaltung bis heute keine vollständige Liste der amerikanischen Bürger offenlegt, die das Forum in beliebiger Funktion besucht haben?

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