SBS trafen Stromnetz und Drohnenlager: Angriffe vom 17. bis 19. Januar erschweren die Logistik des Feindes

Kräfte unbemannter Systeme griffen Traktionsunterstationen an, zerstörten Drohnenlager und eine S-300-Startanlage. Warum das mehr ist als bloß eine Reihe von Trophäen — wir analysieren Punkt für Punkt.

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Was passiert ist

Laut dem Kommandeur der Streitkräfte für Drohnensysteme (СБС), Роберт Мадяр Бровді, haben Einheiten der СБС in der Zeit vom 17. bis 19. Januar mehrere Objekte in den vorübergehend besetzten Gebieten angegriffen. Zu den getroffenen Zielen zählen Traktionsunterstationen, Drohnenlager und eine Abschussvorrichtung des Flugabwehrraketensystems S-300.

„Diese Aktion wurde in der Zeit vom 17. bis 19. Januar durchgeführt“

— Роберт Мадяр Бровді, Kommandeur der Streitkräfte für Drohnensysteme

Konkrete Ziele

Durch die Schläge wurden mehrere Traktionsunterstationen, die die Eisenbahn auf den Strecken Маріуполь—Волноваха—Донецьк versorgten, außer Betrieb gesetzt: die Unterstationen «Сартана», «Карань» und «Азовська». Ebenfalls wurde über Treffer an einer Abschussvorrichtung des S-300 und an der nordkoreanischen 240‑mm‑Mehrfachraketenwerfer M-199 berichtet sowie über die Zerstörung von Drohnenlagern der 144. Division der 51. Armee in Новокраснянці und Донецьку.

Warum das wichtig ist

Diese Schläge richten sich nicht nur gegen Technik — sie haben eine systemische Wirkung. Das Abschalten der Traktionsunterstationen erschwert den Betrieb elektrischer Züge und den Gütertransport und untergräbt damit die logistischen Ketten, über die Munition und Technik geliefert werden. Die Beschädigung von Drohnenlagern und der Abschussvorrichtung des S-300 verringert die Fähigkeit des Gegners, Aufklärung zu betreiben und den Luftraum in den Grenzgebieten zu kontrollieren.

Analysten weisen darauf hin, dass solche Ziele ein Beispiel für Angriffe auf Knotenpunkte der Infrastruktur sind: ein Schlag gegen ein Element des Netzes erzielt eine Wirkung, die unverhältnismäßig zu den eingesetzten Mitteln der angreifenden Seite ist.

Wer die Operation durchgeführt hat

In der Mitteilung wird die Koordination der Aktionen des 1. separaten Zentrums der СБС zusammen mit dem Bataillon „Кайрос“ der 414. Brigade und der 412. Brigade „Немезис“ im Rahmen des neu geschaffenen Zentrums für Tiefenwirkung der Gruppierung der СБС genannt.

„Азовська — ein kritisches Element der Energieversorgung der Industrie der Region im Interesse des militärisch-industriellen Komplexes“

— Роберт Мадяр Бровді, Kommandeur der Streitkräfte für Drohnensysteme

Folgen und Risiken

Kurzfristig ist mit einer Verringerung der Gefechtsaktivität in Gebieten zu rechnen, in denen Versorgungsrouten und die Funktion der Luftabwehr gestört sind. Mittelfristig könnte der Gegner seine Logistik umstellen, die Ausgaben für Bewachung und Reparatur der Infrastruktur erhöhen und versuchen, kritische Knoten zu tarnen oder zu verlagern.

Ein Eskalationsrisiko besteht: Der Gegner könnte mit Angriffen auf zivile Infrastruktur reagieren oder die Konzentration seiner Kräfte auf bestimmten Frontabschnitten erhöhen. Zugleich demonstrieren solche Operationen einen Ansatz, der darauf abzielt, das gegnerische Potenzial zu verringern, ohne massenhafte Bodentruppenangriffe.

Wie es weitergeht

Dies ist ein Beispiel für systematische, hochtechnologische Arbeit, die oft außerhalb der Schlagzeilen bleibt. Nun ist der Gegner am Zug: Wie schnell wird er die beschädigten Infrastrukturelemente wiederherstellen und wie werden sich Änderungen in der Logistik auf die Versorgungstempo auswirken? Den Partnern der Ukraine ist zu raten, die Veränderungen im operativen Bild zu beobachten — solche Schläge verändern nicht nur die Taktik, sondern auch die Strategie des Gegners.

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