Kurz
Die Verhandlungen in Genf (17.–18. Februar) ziehen nicht durch laute Statements, sondern durch die Zusammensetzung der Delegationen und den Kontext, in dem sie stattfinden, Aufmerksamkeit auf sich. Die Aussage von Donald Trump erhöht den politischen Druck – und stellt Kiew vor die Frage, wie es diese Aufmerksamkeit nutzen kann.
Was Trump sagte
"Nun, das sind wichtige Verhandlungen. Das wird sehr einfach sein. Ich meine, das... hören Sie, im Moment wäre es für die Ukraine besser, schnell an den Verhandlungstisch zu gehen. Das ist alles, was ich Ihnen sagen werde. Wir stehen in so einer Position"
— Donald Trump, Präsident der USA
Er sagte den Satz im Gespräch mit Medien an Bord der Air Force One. Kurz, aber gewichtig: Es geht um den Wunsch der USA, eine diplomatische Bewegung zu sehen, die die praktische Dynamik in den Verhandlungen verändern könnte.
Wer am Tisch sitzt
Eine neue Runde ist für den 17.–18. Februar in Genf geplant. Die ukrainische Delegation reiste am 16. Februar ab — unter anderem: Budanov, Kyslytsia und Skibitskyi. Die russische Delegation wird dieses Mal von Putins Berater Medinsky geleitet, bekannt durch seine Teilnahme an den Treffen in Istanbul 2025 und 2022. Medienberichten zufolge werden an den Verhandlungen auch der Sondergesandte der USA Steve Witkoff und der Geschäftsmann Jared Kushner beteiligt sein.
"Wahrscheinlich werden wieder 'irgendwelche historischen Pseudovorträge' vorgelesen"
— Sibiga, Kommentar zur Rückkehr Medinskys
Warum das wichtig ist
Kurz: Trumps Auftritt mit einem solchen Aufruf schafft einen politischen Hintergrund — einen weiteren Faktor, den Partner in Dialogen über Sicherheit und Kompromisse berücksichtigen werden. Für Kiew ist das zugleich Chance und Risiko: Chance, konkrete Garantien zu erreichen; Risiko — Druck auf schnelle Zustimmung zu Entscheidungen, die sorgfältig bewertet werden müssen.
Analysten weisen darauf hin, dass der diplomatische Prozess nicht nur von den Worten der Führungspersönlichkeiten bestimmt wird, sondern auch von der Vorbereitung der Delegationen, der Reife der Vorschläge und der Fähigkeit, den Informationsraum zu kontrollieren. Systematische Arbeit, die hinter den Kulissen stattfindet, ist heute wichtiger als laute Erklärungen.
Fazit
Trumps Aussage ist ein Signal, aber kein Plan. Entscheidend ist jetzt, wie Kiew die Zusammensetzung seiner Delegation und seine internationalen Kontakte nutzt, um die diplomatischen Gespräche in sichere und vorteilhafte Entscheidungen zu verwandeln. Nun sind die Partner am Zug: Erklärungen müssen in konkrete Mechanismen zur Gewährleistung von Sicherheit umgesetzt werden.