Selenskyj setzt Mechanismus für Sicherheitsgarantien in Gang — was sich ändert und welche Hindernisse bleiben

Der Präsident hat den Beschluss des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung (RNBO) über Sicherheitsgarantien offiziell in Kraft gesetzt: Das Außenministerium und das Verteidigungsministerium müssen unverzüglich Entwürfe für internationale Abkommen ausarbeiten. Wir analysieren, warum das gerade jetzt wichtig ist und welche Fragen die Unterzeichnung verzögern könnten.

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Володимир Зеленський (Фото: Офіс президента)

Kurz

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Dekret zur Inkraftsetzung der Entscheidung des Rates für Nationale Sicherheit und Verteidigung vom 30. Januar 2026 unterzeichnet — das Dokument wurde auf der Website des Präsidialamts veröffentlicht. Nach der Entscheidung soll das Außenministerium in Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium unverzüglich Entwürfe internationaler Verträge über Sicherheitsgarantien für die Ukraine ausarbeiten und dem Präsidenten vorlegen.

"Das Dokument wurde auf der Website des Präsidialamts veröffentlicht."

— Präsidialamt der Ukraine

Warum das wichtig ist

Das ist nicht nur eine formale Maßnahme: die Inkraftsetzung der RNBO-Entscheidung gibt den offiziellen Auftrag für die juristische und diplomatische Arbeit, die Ergebnisse der Verhandlungsdelegationen in Vertragstexte zu überführen. Mit anderen Worten: Kiew verlagert die Verhandlungen von der Ebene politischer Signale in die Phase der Ausarbeitung konkreter juristischer Dokumente — und erhöht damit die Chancen auf reale Garantien für Bürger und Armee.

Wo das Hauptproblem liegt

Nach Angaben von Verhandlungskreisen und Äußerungen von Partnern bleiben die territorialen Fragen der wichtigste Hemmschuh. Am 10. Februar wies der US-Botschafter bei der NATO, Wicker, direkt darauf hin, dass es den Parteien nicht gelungen sei, eine Reihe solcher Aspekte zu klären, und genau diese Fragen verzögern die Unterzeichnung einer endgültigen Vereinbarung. Das bedeutet: Die Vertragstexte könnten fertig sein, aber Bestätigung und Ratifizierung werden davon abhängen, wie die Partner und die Ukraine die Reihenfolge von Garantien und Territorialfragen regeln.

Wie es weitergeht

Die nächsten Schritte sind die juristische Arbeit des Außen- und Verteidigungsministeriums: die Formulierung des Umfangs der Garantien, der Mechanismen zu ihrer Umsetzung und der Bedingungen, unter denen sie gewährt werden. Danach folgen Konsultationen mit internationalen Partnern und möglicherweise die Abstimmung einzelner Bestimmungen auf zwischenstaatlicher Ebene. Zugleich ist das ein Signal an die westlichen Hauptstädte: Kiew besteht darauf, politische Vereinbarungen in unterzeichnete Dokumente zu überführen.

Folgen für die Ukraine

Wenn die Vertragsentwürfe abgestimmt und von den Partnern unterzeichnet werden, entsteht eine rechtliche Grundlage für die äußere Sicherheit, die die Investitions- und politische Unterstützung stärken könnte. Wenn hingegen territoriale Fragen die Unterzeichnung weiter blockieren, könnte die Ukraine nach alternativen Formaten suchen: gestufte Garantien, sektorale Abkommen oder multilaterale Sicherheitsmechanismen.

"Diese Entscheidung verlagert die Verhandlungen in die praktische Ebene: von politischen Signalen zur Ausarbeitung unterzeichneter Verträge, die reale Folgen für die Sicherheit des Landes haben werden."

— Analyse von RazomUA auf Grundlage offizieller Dokumente und öffentlicher Äußerungen der Partner

Worauf man weiter achten sollte

Achten Sie auf zwei Dinge: erstens, ob die Texte der Vertragsentwürfe veröffentlicht werden; zweitens, wie die Schlüsselpartner — USA und EU — darauf reagieren. Genau die Antworten auf diese Fragen werden entscheiden, ob die RNBO-Entscheidung den Beginn einer konstruktiven Phase für Sicherheitsgarantien markiert oder eine neue Verhandlungsrunde um territoriale Fragen auslöst.

Nun sind die Partner am Zug: Werden die Vereinbarungen in Unterschriften münden, und werden die Unterschriften zu einem gesicherten internationalen Sicherheitsmechanismus für die Ukraine?

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