Ukrainische Streitkräfte zerstören nordkoreanische Selbstfahrlafette Koksan – weiterer Schlag gegen die Langstreckenartillerie der Besatzer

Die Drohnenoperatoren der 429. Brigade und Einheiten unbemannter Systeme identifizierten und setzten eine seltene M-1978 Koksan außer Gefecht, die in Richtung Kupiansk feuerte. Das ist ein taktischer Sieg mit weitreichenden Auswirkungen auf die Versorgung der gegnerischen Artillerie.

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Koksan (Ілюстративне фото: Wikipedia)

Kurz

Die Operatoren der Streitkräfte der Drohnensysteme der ukrainischen Streitkräfte haben gemeinsam mit den Drohnenpiloten der 429. Brigade „Achilles“ eine nordkoreanische selbstfahrende Artillerieanlage M-1978 Koksan entdeckt und angegriffen, die in Richtung Kupjansk (Gebiet Charkiw) feuert. Nach der Präzisierung der Koordinaten wurden drei Schläge gegen den Koksan ausgeführt — das Ziel wurde außer Gefecht gesetzt.

Was genau geschah

Die selbstfahrende Artillerieeinheit wurde im Gebiet Luhansk mit einer frischen thermischen Spur entdeckt, die auf eine Schussabgabe hinwies. Nach Identifizierung und Beobachtung führten die Drohnenpiloten drei präzise Treffer aus. Nach Angaben des Militärs hat Russland diese Anlage als externe Hilfe erhalten, um Verluste der eigenen Artillerie zu kompensieren.

„Das Ziel wurde identifiziert, die Koordinaten wurden präzisiert — die gemeinsame Arbeit der Streitkräfte der Drohnensysteme und der Operatoren der 429. Brigade ermöglichte seine schnelle Beseitigung.“

— Vertreter der Streitkräfte der Drohnensysteme der ukrainischen Streitkräfte

Warum das wichtig ist

Erstens ist der Koksan heute kein typisches Modell im Krieg, daher trifft sein Verlust die spezifischen Bestände des Gegners und dessen Versorgungsketten. Zweitens demonstriert diese Operation die Effektivität der Koordination von Aufklärung und angreifenden Drohnen — ein Fähigkeitsbündel, das die Fähigkeit des Feindes, fernreichweitiges Feuer zu führen, nachhaltig verringert.

Koksan: kurz zur Technik

M-1978 Koksan — eine nordkoreanische 170-mm-selbstfahrende Artillerieanlage, entwickelt in den 1970er Jahren. Sie ist für besonders langreichweitiges Feuer ausgelegt: bis zu etwa 40 km mit konventionellen Granaten und bis zu 50–60 km mit raketenunterstützten Geschossen. Die Anlage ist auf einem Kettenfahrwerk montiert, verfügt über eine offene Rohrlafette und einen begrenzten Munitionsvorrat, weshalb sie zusätzliche Nachschubfahrzeuge benötigt.

Kontext und Folgen

Dies ist nicht der erste Treffer eines Koksan: Ukrainische Drohnen hatten solche Anlagen bereits 2025 angegriffen. Analysten betonen, dass die Verluste dieser Technik nicht nur taktische Erfolge widerspiegeln, sondern auch Probleme in der Logistik und der Sicherung der Versorgungsketten des Gegners aufzeigen.

Für die Leserschaft ist das wichtig: Jeder außer Gefecht gesetzte Träger fernreichweitiger Artillerie reduziert die Gefahr für Ortschaften und Nachschubwege im Rücken. Ein solcher Erfolg ist kein Zufall, sondern Ausdruck systematischer Arbeit von Aufklärung, Drohnenoperationen und der schnellen Bekämpfung entdeckter Ziele.

Was als Nächstes

Kurzfristig ist mit verstärkter Aufmerksamkeit gegenüber der Bekämpfung umgeleiteter Waffenlieferungen und mit einer weiteren Aufwertung der Rolle von Drohnen in Aufklärung und Bekämpfung fernreichweitiger Systeme zu rechnen. Ob die erzielten Ergebnisse langfristig stabil bleiben, hängt davon ab, wie schnell solche Taktiken in standardisierte Betriebsverfahren überführt werden.

Fragen an Partner und Expert:innen: Reicht die internationale Kontrolle und Aufmerksamkeit gegenüber den Versorgungskanälen aus, die es dem Gegner ermöglichen, seinen Bestand an seltener Artillerie aufzufüllen? Das ist mehr als eine taktische Meldung — es ist ein Baustein im größeren Sicherheitsbild an der Front.

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