Artem Dovbyk wurde operiert: Was bedeutet das für die Chancen der Ukraine in den Play-offs zur WM 2026?

Der Stürmer von AS Roma und der Nationalmannschaft wurde nach einer Verletzung im Spiel gegen Lecce operiert. Sein Einsatz im Halbfinale gegen Schweden bleibt ungewiss — wir analysieren mögliche Szenarien und Folgen für die Nationalmannschaft.

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Wendepunkt für die Nationalmannschaft: Dovbyk operiert, Teilnahme am Spiel gegen Schweden fraglich

Der Stürmer der ukrainischen Nationalmannschaft und des italienischen AS Rom, Artem Dovbyk, wurde nach einer Verletzung operiert, die er sich am 6. Januar im Spiel des 19. Spieltages der Serie A gegen Lecce zugezogen hatte. Über den Eingriff informierte der Spieler selbst auf Instagram, die Information verbreitete auch UNN. Dovbyk kam in der 60. Minute aufs Feld, erzielte ein Tor und wurde in der 86. Minute ausgewechselt.

„Verletzungen sind Teil des Spiels. Ich konzentriere mich auf die Genesung und darauf, stärker zurückzukommen. Danke für die ganze Unterstützung – das ist sehr wichtig. Bis bald.“

— Artem Dovbyk, Stürmer der ukrainischen Nationalmannschaft und des AS Rom

Der Ukrainische Fußballverband begrüßte die Mitteilung und wünschte dem Spieler eine schnelle Genesung. Zugleich tauchten unterschiedliche Einschätzungen zu den Genesungszeiten auf, die direkte Auswirkungen auf die Vorbereitung der Nationalmannschaft auf die Play‑offs der WM‑Qualifikation 2026 haben.

Genesungszeiten: zwei Versionen von Medizinern und Insidern

Der italienische Journalist Gianluca Di Marzio berichtete unter Berufung auf eigene Quellen von mindestens zwei Monaten Pause — eine Einschätzung, die Dovbyks Teilnahme an den Qualifikationsspielen bereits infrage stellt. Dagegen betont der Mannschaftsarzt Dmytro Babelyuk den vorsichtigen Umgang mit der Rehabilitation:

„Jetzt ist es für Artem wichtig, nicht zu überstürzen und sich gründlich zu erholen. In der Regel dauert die Genesung nach einer solchen Verletzung etwa 4–5 Monate, daher werden wir Artem erst in der nächsten Saison wieder einsatzbereit sehen.“

— Dmytro Babelyuk, Sportarzt

Die Differenz in den Einschätzungen erklärt sich durch die Art der Verletzung, die individuelle Reaktion des Körpers auf die Behandlung und das Ausmaß, in dem der Klub die Rehabilitation beschleunigen will. Fakt bleibt die Unsicherheit — daher muss das Trainerteam alternative Offensivoptionen vorbereiten.

Praktische Konsequenzen für die Nationalmannschaft

Das Play‑off‑Halbfinale gegen Schweden erhält eine andere Dimension, sollte der führende Stürmer fehlen. Die UAF hat bereits einen Austragungsort für mögliche Heimspiele festgelegt — das spanische Valencia — was dem Team stabile Logistik bietet. Doch Fußball wird nicht nur durch Standort und Atmosphäre entschieden: es geht um Rotation, taktische Umstellungen und die Fähigkeit anderer Angreifer, Dovbyks Schlüsselrolle zu ersetzen.

Experten sehen zwei realistische Szenarien: das optimistische — Dovbyks Rückkehr gegen Ende der laufenden Vereinssaison (bei den schonenderen Prognosen von „mindestens zwei Monaten“); und das realistischere — eine Rückkehr erst nach 4–5 Monaten, was ihn für die Play‑offs ausfallen ließe. Die Leitung der Nationalmannschaft und der medizinische Dienst setzen Priorität auf eine vollständige Genesung statt auf das Risiko eines verfrühten Comebacks.

Fazit

Der Status von Artem Dovbyk ist ein wichtiger, aber nicht entscheidender Faktor für die Nationalmannschaft. Jetzt kommt es darauf an, keine Panik zu schüren, sondern nach Plan zu handeln — medizinisches Protokoll, taktische Anpassungen und die Unterstützung der Fans. Experten raten, auf offizielle Stellungnahmen der Vereins‑ und Nationalmediziner zu warten; in der Zwischenzeit bereitet sich die Nationalmannschaft auf Szenarien ohne ihren Stürmer vor.

Quellen: Instagram von Artem Dovbyk, UNN, Gianluca Di Marzio, Stellungnahmen des Sportarztes Dmytro Babelyuk, offizielle Mitteilungen der UAF.

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