Am 2. Juni 2025 hätte Vjatscheslaw Sharpar seinen 39. Geburtstag gefeiert. Stattdessen ertrank er an diesem Tag in Griechenland — nach inoffiziellen Angaben ein tragischer Unfall im Wasser. Seine Mutter Valentina teilte die Nachricht vom Tod ihres Sohnes auf Facebook mit, nachdem er bereits verstorben war, und erklärte die Verzögerung damit, dass sich die Familie sofort darum kümmerte, die Leiche in die Heimat zurückzubringen.
191 Spiele — und eines, das in Erinnerung bleibt
Sharpar wurde in Selenodolsk in der Region Dnipropetrowsk geboren, wuchs als Fußballer in Kiew auf und absolvierte in der höchsten Liga 191 Spiele, in denen er 25 Tore schoss. Am meisten sprach man über ihn im Herbst 2018: Mit dem Poltawer „Vorskla" spielte er in der Gruppenphase der Europa League gegen das Londoner „Arsenal" im Emirates Stadium.
Neben „Vorskla" spielte Sharpar für „Wolynj", „Metallist", „Desna", das Kiewer „Arsenal", „Goverly", „Illichivets" — und wechselte ins Ausland: zum moldauischen „Sheriff", zum kasachischen „Atyrau" und zum lettischen „Riga". Mit „Sheriff" wurde er Meister und Pokalfinalist der Moldau, mit „Riga" Meister Lettlands. Zweimal — mit „Metallist" (2010/11) und „Vorskla" (2017/18) — gewann er die Bronze-Medaille der ukrainischen Meisterschaft.
Seine Karriere beendete er 2022. Er spielte auch für die ukrainische U-21-Auswahlmannschaft und absolvierte 2 Spiele.
Was passiert jetzt
Sharpars Leichnam befindet sich noch immer in Griechenland. Wie die Mutter des Verstorbenen in ihrer Stellungnahme mitteilte, ist die Familie auf komplizierte juristische und finanzielle Verfahren bei der Repatriierung gestoßen. Sie bat um finanzielle Unterstützung von der Öffentlichkeit — eine Kartennummer ist in ihrem Facebook-Beitrag angegeben.
«Er hinterließ das wertvollste Vermächtnis — vier wunderbare Kinder, unsere Enkel. Und selbst heute, wenn der Schmerz unerträglich zu sein scheint, danken wir Gott»
— Valentina Sharpar, Mutter des Fußballers
Vier Kinder — das ist das, was von einem Menschen übriggeblieben ist, der seinen Weg von Selenodolsk zum Emirates Stadium und zurück zu einem gewöhnlichen Sommerurlaub ging, der in einer Tragödie endete.
Die Beerdigung wird in der Ukraine stattfinden, nach der Rückführung des Leichnams. Wenn sich das Bürokratieverfahren in Griechenland verzögert, muss die Familie länger warten als erhofft.