Nach Angaben von UNN unter Berufung auf das Nationale Olympische Komitee und Suspilne Sport ist die ukrainische Freestyle-Skifahrerin Kateryna Kotsar in der Big-Air-Qualifikation bei den XXV. Olympischen Winterspielen ins Finale eingezogen — es ist der erste Finaleinzug einer Ukrainerin in dieser Disziplin bei Olympischen Spielen. Nach ihrem Auftritt erhielt Kotsar einen Heiratsantrag von ihrem Verlobten, einem Offizier der Streitkräfte der Ukraine, was der Szene eine zusätzliche soziale und emotionale Dimension verlieh.
Dieses Ergebnis kam nicht leicht: Trotz schlechten Befindens in den letzten Tagen und schwieriger Wetterbedingungen zeigte Kateryna zwei sichere Versuche und sicherte sich mit dem 11. Ergebnis einen Platz im Finale. Für ein Land, das traditionell keine Vertreterinnen in dieser Wettbewerbsphase hatte, ist das ein bedeutender Schritt im internationalen Freestyle.
"Einfach eine unglaublich schöne Nacht und so viele Ereignisse. Ich kann bislang weder das eine noch das andere wirklich verarbeiten, deshalb antworte ich auf diese Frage ein wenig später. Natürlich nicht — wer hätte denn von dem Antrag gewusst? Ehrlich gesagt ging es mir in den letzten Tagen sehr schlecht, und ich war sehr glücklich, aufzuwachen und Energie zu spüren, um antreten zu können. Ich dachte, der größte Sieg wäre einfach anzutreten und gut anzutreten. Es scheint, das ist gelungen",
— Kateryna Kotsar, Freestyle-Skifahrerin, Silbermedaillengewinnerin im Weltcup 2025
Zu den Bedingungen und dem Wettkampf
Die Qualifikationsversuche fanden unter schwierigen Wetterbedingungen statt: den ganzen Tag über fiel Schnee, was die Sprünge im Big Air erschwerte. Gleichzeitig hob die Athletin die Qualität der Schanze und den Zustand des Schnees während der Versuche hervor, was geholfen habe, wettbewerbsfähige Leistungen zu zeigen.
"Wirklich eine großartige Schanze, super Schneebedingungen. Den ganzen Tag hat es geschneit, ich habe den ganzen Tag gehofft, dass es vor unseren Wettbewerben aufhört, denn Schnee während der Sprünge hilft überhaupt nicht. Und sowohl die Schneebedingungen sind super als auch die Schanze selbst — alles super",
— Kateryna Kotsar, Freestyle-Skifahrerin
Der Antrag und die Symbolik
Der Antrag des Offiziers der Streitkräfte der Ukraine nach dem Auftritt hat für das Publikum mehr als nur eine romantische Bedeutung: Er wurde zu einem visuellen Symbol für die Einheit von Sport und Armee — zwei Bereiche, die derzeit die Aufmerksamkeit der ukrainischen Gesellschaft auf sich ziehen. Solche Szenen verstärken das Gefühl der Solidarität und geben einen emotionalen Impuls, der über das sportliche Protokoll hinausgeht.
Parallel dazu nutzte Kateryna den Moment, um eine Kollegin zu unterstützen: Während ihres Auftritts stand auf ihrem Handschuh die Aufschrift "Freedom of memory" — eine Reaktion auf die Disqualifikation von Vladyslav Heraskevych. Das ist eine Erinnerung daran, dass Sportlerinnen und Sportler nicht gleichgültig gegenüber Fragen der Gerechtigkeit in ihrer Gemeinschaft sind.
"Ehrlich gesagt, als Vladyslav disqualifiziert wurde, war das für mich wirklich ein sehr trauriges Ereignis, ich war sehr tief davon betroffen. Zunächst dachte ich, ich müsste etwas sehr Ernstes tun. Aber schließlich haben mich diese Gedanken ein wenig erschöpft. Deshalb habe ich mich für eine Idee entschieden, die für mich am passendsten, harmonischsten und verständlichsten klang. Und direkt vor dem dritten Versuch habe ich diese Aufschrift gemacht",
— Kateryna Kotsar, Freestyle-Skifahrerin
Wie geht es weiter
Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Finale: Das sportliche Ergebnis wird zeigen, ob sich dieser emotionale Moment zu einem weiteren Anlass nationalen Stolzes entwickelt. Es ist auch eine Erinnerung an Medien und Sponsoren: Geschichten, die hohe Leistungen mit gesellschaftlichen Botschaften verbinden, haben das Potenzial, die Unterstützung von Athletinnen und Athleten sowie die Entwicklung des Sports im Land zu fördern.
Quellen: UNN, Nationales Olympisches Komitee, Suspilne Sport.