Schnelle Reaktion an der Popovycha-Straße: ein gerettetes Leben
In Kiew haben ein Polizeibeamter gemeinsam mit zwei Kadetten der Nationalen Akademie für Innere Angelegenheiten einen Selbstmordversuch eines 22‑jährigen Mannes verhindert, der nach einem Streit mit seiner Freundin damit gedroht hatte, vom Balkon im 7. Stock zu springen. Über den Vorfall berichtet die Hauptdirektion der Nationalpolizei in Kiew über UNN.
„Dank des professionellen Handelns gelang es den Polizisten, die richtigen Worte zu finden, den jungen Mann zu beruhigen und ihn davon zu überzeugen, von dem fatalen Schritt abzusehen“
— Hauptdirektion der Nationalpolizei in Kiew (Pressemitteilung)
Was geschehen ist
Während des Dienstes im Wärmeausgabepunkt des Staatlichen Notfalldienstes (ДСНС) in der Popovycha‑Straße wandte sich ein Mann an Sergeant Андрій Нечипоренко und die Kadetten Нікіта Дудник und Богдан Левченко mit der Bitte um Hilfe: Sein Nachbar drohte nach einem Streit mit seiner Freundin, vom Balkon zu springen.
Die Einsatzkräfte gingen in die Wohnung und fanden den 22‑jährigen Mann in aufgeregtem emotionalen Zustand vor – er befand sich auf dem Balkon und weigerte sich, wieder hineinzugehen. Die Verhandlungen dauerten mehrere Minuten; dank der Wortwahl und eines ruhigen Vorgehens konnte der junge Mann zur Rückkehr bewegt werden. Anschließend erhielt er die notwendige medizinische Hilfe.
Warum das wichtig ist
Diese Geschichte ist nicht nur ein einzelnes gerettetes Leben. Sie zeigt mehrere Schlüsselaspekte für die Sicherheit der Stadt und das Vertrauen in die Dienste auf:
- Ausbildung zahlt sich aus. Die Kadetten der НАВС und der Sergeant handelten gemäß den Praktiken der Krisenverhandlung – ein Beispiel dafür, wie Ausbildung konkret Leben rettet.
- Zusammenarbeit der Dienste und verfügbare Hilfseinrichtungen funktionieren. Genau im Wärmeausgabepunkt fand die erste Koordination statt, was die Reaktionszeit verkürzte.
- Frühes Eingreifen kann Tragödien verhindern. Der Hinweis des Nachbarn und die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte sind ein typisches Szenario, in dem gesellschaftliche Wachsamkeit und Professionalität Menschen retten.
Wie es weitergeht
Nach dem Vorfall erhielt die betroffene Person medizinische Hilfe. Es ist zugleich eine Erinnerung an die Notwendigkeit, städtische psychologische Unterstützungsdienste auszubauen und die Verhandlungsfähigkeiten jener Dienste zu stärken, die als Erste mit in der Krise befindlichen Menschen in Kontakt kommen.
Kurz: Polizei und kadettennahe Ausbildung haben erneut ihren praktischen Wert bewiesen – ein gerettetes Leben ist ein Argument für Investitionen in Ausbildung und zugängliche Hilfsdienste. Ob das in der Stadt ausreicht, ist eine Frage für die nächsten Schritte der lokalen Behörden und zivilgesellschaftlichen Initiativen.