Trump hat neue Zölle auf 15 % erhöht — was bedeutet das für die Märkte und für die Ukraine?

Nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA hat der Präsident eine Anhebung der Zölle von 10 % auf 15 % und vorübergehende Beschränkungen für Importe angekündigt. Wir analysieren, welche Folgen dies für die globalen Lieferketten, die Verteidigungsausgaben und die ukrainischen Interessen hat.

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Дональд Трамп (Фото: BONNIE CASH / EPA)

Was passiert ist

US‑Präsident Donald Trump kündigte in seinem sozialen Netzwerk Truth Social die Erhöhung der globalen Zölle von 10% auf 15% an. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA am 20. Februar 2026 die Mehrzahl der Zölle der zuvor angekündigten Welle für rechtswidrig erklärt hatte, die auf dem Gesetz über internationale Notfallwirtschaftsmaßnahmen (IEEPA) beruhte. Die vorübergehende Abgabe wird nun nicht auf der Grundlage des IEEPA, sondern gemäß den Bestimmungen des Handelsgesetzes eingeführt — für 150 Tage ab dem 24. Februar 2026 mit einer Reihe von Ausnahmen zur Sicherung der Bedürfnisse der Wirtschaft, insbesondere für kritisch wichtige Mineralien und bestimmte Verteidigungswaren.

„Die Entscheidung des Gerichts ist absurd, schlecht formuliert und extrem antiamerikanisch“

— Donald Trump, Präsident der USA

Kontext und operative Folgen

Die juristische Niederlage der Regierung veränderte die rechtliche Grundlage der Handelspolitik, sodass das Weiße Haus schnell reagierte — durch die Erhöhung der Sätze und die Nutzung eines anderen Mechanismus. Das hat mehrere praktische Folgen: kurzfristig steigende Kosten für Importeure, eine administrative Überprüfung von Ausnahmen und das Risiko rechtlicher Anfechtungen. Amerikanische Wirtschaftsverbände — die US‑Handelskammer und die National Retail Federation — forderten bereits die Rückerstattung von Milliarden Dollar, die zuvor als Zölle gezahlt wurden, was das politische und wirtschaftliche Bild zusätzlich verkompliziert.

Warum das für die Ukraine wichtig ist

Aus ukrainischer Perspektive ist der Rahmen einfach: Änderungen in der US‑Handelspolitik beeinflussen die Kosten und Verfügbarkeit von Komponenten für die Verteidigungsindustrie, die Logistik und globale Lieferketten. Zollerhöhungen können Preisanstiege bei importierten Komponenten für Waffen und Ausrüstung auslösen und die Lieferung kritischer Mineralien erschweren, die für Energie und Verteidigung wichtig sind. Gleichzeitig schafft dies Raum für diplomatische Maßnahmen: Partnerregierungen können auf spezielle Ausnahmen oder Entschädigungen drängen, um die gemeinsame Fähigkeit, die Ukraine mit nötigen Ressourcen zu versorgen, nicht zu untergraben.

Was als Nächstes zu tun ist

Kurzplan für ukrainische Regierungs‑ und Wirtschaftskreise: 1) umgehend die Liste der Ausnahmen überwachen und Anträge zum Schutz kritischer Lieferungen stellen; 2) mit Partnern in den USA an rechtlichen und politischen Garantien für die Lieferung von Ausrüstung und Materialien arbeiten; 3) die Diversifizierung der Lieferketten beschleunigen, insbesondere bei Komponenten und Mineralien.

Diese Entscheidung ist nicht nur US‑innenpolitische Angelegenheit, sondern ein Faktor, der die Kosten unserer Verteidigung und die wirtschaftliche Stabilität beeinflussen kann. Werden die Verbündeten diese Periode nutzen, um Erklärungen der Unterstützung in konkrete Liefergarantien zu verwandeln?

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