Dreame zeigt Cyber X — Roboterstaubsauger, der Treppen bezwingt: Haushaltsinnovation mit Potenzial für Logistik und Rettungseinsätze

Auf der CES 2026 stellte Dreame den Prototypen Cyber X vor — einen Staubsauger, der mithilfe eines Hebemoduls mit kettenähnlichen „Beinen“ zwischen den Etagen wechselt. Das ist kein bloßer technologischer Trick: Diese Mobilität eröffnet neue Einsatzszenarien sowohl im Alltag als auch bei Liefer- und Rettungsoperationen.

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Was auf der CES 2026 gezeigt wurde

Auf der CES 2026 präsentierte das Unternehmen Dreame ein Konzept mit dem Namen Cyber X. Laut der Vorführung kann das Gerät Stufen bis zu 25 cm überwinden, Neigungen bis zu 42° und bewältigt einen Treppenlauf in etwa 27 Sekunden. Es handelt sich um einen Forschungsprototyp; eine Serienproduktion wurde bisher nicht angekündigt.

Wie es funktioniert

Der Staubsauger klettert nicht direkt die Treppe hinauf: Für die Fortbewegung zwischen den Etagen wird ein separater Hebemodul mit kettenähnlichen „Beinen“ verwendet, in den das Gerät hineinfährt. Cyber X verfügt außerdem über einen Wassertank und eine Bodenwischfunktion, Laser‑Navigation sowie einen Bremsmechanismus für Stabilität auf Treppen, selbst bei entladener Batterie. Derzeit ist er nicht zum Reinigen der Treppen selbst vorgesehen — das Modul sorgt nur für den Transport zwischen den Etagen.

„Dreame brachte einen weiteren verrückten Saugroboter‑Prototypen zur #CES2026. Dies ist der Cyber X Ultra, der ganze Treppenläufe hinauf- und hinunterklettern kann.“

— Karissabe (Twitter @karissabe5), Teilnehmerin der CES

Technischer Kontext und Serienmodelle

Neben dem Prototyp kündigte Dreame das Serienmodell X60 Max Ultra für 1.699 US-Dollar an, das Türschwellen bis zu 8,8 cm überwindet — ausreichend für häusliche Hindernisse, aber zu wenig für Treppen. Das Unternehmen hatte außerdem Pläne angekündigt, im September 2025 ein Smartphone auf den Markt zu bringen; auf der CES 2026 wurden daneben auch andere Innovationen gezeigt, etwa die smarten LEGO Smart Bricks.

Warum das für die Ukraine wichtig ist

Die technische Einzigartigkeit des Cyber X ist nicht nur ein Showfaktor. Die Fähigkeit, autonom zwischen Etagen zu navigieren, erweitert die praktischen Einsatzszenarien: Lieferung von Medikamenten in Mehrfamilienhäusern ohne funktionierenden Aufzug, autonome Logistik in provisorischen Unterkünften, Unterstützung für Rettungskräfte bei der Erkundung von Trümmern und dem Transport kleiner Lasten. Robotik‑Analysten weisen darauf hin, dass solche Plattformen die Grundlage für anwendungsorientierte Lösungen beim Wiederaufbau der Infrastruktur werden könnten.

Einschränkungen und Realitäten

Es ist wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren: Es handelt sich um einen Prototyp mit einem zusätzlichen Modul und nicht um ein autonomes Universalgerät, das den Menschen unter schwierigen Bedingungen ersetzen könnte. Probleme der Energieeffizienz, der Zuverlässigkeit in staubigen/verschütteten Umgebungen und die Kosten der Serienproduktion bleiben zentrale Hürden. Außerdem würde die breite Einführung solcher Lösungen eine Anpassung an lokale Bedingungen und Sicherheitsstandards erfordern.

Fazit

Cyber X ist ein Beispiel für einen Trend: Die Robotik wird mobiler und stärker auf Navigation in komplexen Umgebungen ausgerichtet. Für die Ukraine ist das ein Signal: Die auf der CES vorgestellten Innovationen können nicht nur Gegenstand der Neugier sein, sondern auch eine Quelle für Ideen für lokale Lösungen in den Bereichen Logistik, Rettung und Wiederaufbau. Die Frage ist, wie schnell sich diese Konzepte in erschwingliche Serienprodukte verwandeln und wer sie an unsere Bedürfnisse anpassen kann.

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