MacBook Neo erschien am 11. März 2026 auf dem Markt — und scheint die Lager sofort geleert zu haben. Apple geriet bereits wenige Wochen nach dem Start in einen Mangel an A18-Pro-Chips für sein günstigstes Notebook, berichtet Culpium.
Der Grund für den Mangel ist technischer Natur und aussagekräftig: Um das MacBook Neo für $599 zu verkaufen, nutzte Apple sogenannte binned-Chips — ausgesortierte A18-Pro-Prozessoren mit 5-Kern-Grafik anstelle der vollwertigen 6-Kern-Version, die im iPhone 16 Pro verbaut ist. Diese Praxis ist in der Branche Standard, aber die Bestände dieser „zweiten Wahl" sind erschöpft. Nun führt das Unternehmen Verhandlungen mit Lieferanten: entweder eine neue Charge bestellen oder die Verkäufe drosseln.
Was steckt im aktuellen Modell
Das derzeitige MacBook Neo ist der erste Mac mit einem Chip aus einem iPhone. Der A18 Pro arbeitet hier mit 6 CPU-Kernen, 5-Kern-GPU und nur 8 GB RAM — während alle anderen Mac-Modelle von 2026 mit mindestens 16 GB starten. Die Speicherbandbreite beträgt 60 GB/s, gegenüber 153 GB/s beim M4 MacBook Air. Apple Intelligence wird unterstützt.
„MacBook Neo mit A18 Pro ist bis zu 50 Prozent schneller für alltägliche Aufgaben als der beliebteste PC mit Intel Core Ultra 5"
Apple, März 2026
Das Notebook wiegt 1,22 kg und hat ein 13-Zoll-Liquid-Retina-Display ohne Notch — mit gleichmäßigen Rändern wie beim iPad — und ist in vier Farben erhältlich: Silber, Indigo, Blush und Citrus. Die Einstiegspreise betragen $599 (256 GB), $699 für 512 GB mit Touch ID.
Nachfolger: A19 Pro und doppelter Speicher
Nach Angaben des taiwanesischen Technik-Kolumnisten und ehemaligen Bloomberg-Journalisten Tim Culpan (Culpium-Newsletter) wird die nächste Generation des MacBook Neo 2027 mit dem A19-Pro-Chip auf den Markt kommen — demselben, der im iPhone 17 Pro verbaut ist.
- 12 GB gemeinsamer Speicher statt 8 GB — das Hauptfeature-Update
- 5-Kern-GPU — erneut eine binned-Version des Chips (iPhone 17 Pro bekommt 6 Kerne)
- Leistungssteigerung nach Schätzungen von Digital Trends — niedrige zweistellige Prozentsätze
Das Schema ist das gleiche: Apple nimmt den Flaggschiff-Mobilprozessor, sortiert die Exemplare mit einem fehlerhaften GPU-Kern aus und verbaut sie im günstigeren MacBook. Die Einsparung für den Käufer ist real, und für Apple auch.
Die offene Frage bleibt: Wenn Apple jetzt schon keine stabilen Lieferungen von A18-Pro-Chips garantieren kann, wird es bis 2027 schafffen, die Produktion von binned-Versionen des A19 Pro in den Griff zu bekommen — oder startet das nächste MacBook Neo wieder mit Mangel in den ersten Wochen?