FPV-Drohnen können vom Ort ihrer Erkennung bis zum Angriff weniger als eine Minute brauchen. Der "Chuyka 3.0" von BlueBird Tech gibt dem Kämpfer einen Vorteil: Das Gerät erfasst das analoge Videosignal der Drohne bereits vor optischem Kontakt — bis zu einer Entfernung von 4 km, und der gesamte Scanningzyklus über drei Frequenzbereiche dauert nur 4 bis 8 Sekunden. Jetzt wurde eine mobile Anwendung hinzugefügt.
Was die App verändert
Vor der Entwicklung der Anwendung war "Chuyka" ein autonomes Gerät mit eigenem Display. Die neue mobile App ermöglicht es, mehrere Detektoren mit einem einzigen Smartphone zu verbinden, ihren Status auf der Hauptseite zu überwachen und sie zentral zu steuern. Firmware-Updates sind kostenlos und erfolgen über die App.
Der praktische Nutzen liegt nicht in der Bequemlichkeit, sondern in der Taktik: Ein Kämpfer oder Operator kann einen Sektor gleichzeitig durch ein Netzwerk von Detektoren kontrollieren, die an verschiedenen Positionen positioniert sind, ohne physisch bei jedem Gerät anwesend zu sein. Dies ist das "integrierte Aufklärungskonzept", von dem das Unternehmen spricht.
Was befindet sich unter der Haube des "Chuyka 3.0"
- Passive Erkennung von analogen FPV-Signalen auf den Frequenzen 1,2, 3,3 und 5,8 GHz
- Reichweite — bis zu 4 km bei freier Sichtlinie
- Gewicht — 650 g, Akkulaufzeit — bis zu 6 Stunden, Aufladung über USB-C
- Ton- und Lichtwarnung + Anzeige des Kanals und der Bedrohungsfrequenz
- NATO-Kodifizierung — das Gerät hat die entsprechende Zertifizierung bestanden
Der "Chuyka 3.0" wurde auf der Messe Defense Tech Valley 2025 in Lwiw präsentiert. Nach Aussage des Unternehmensvertreters Andrii Chepak ist das Gerät in erster Linie auf die Infanterie ausgerichtet — es soll den Kämpfer vor der Annäherung einer FPV-Drohne warnen, bevor diese in sein Sichtfeld gelangt.
Der "Chuyka 3.0" ist dazu bestimmt, den Infanteristen zu informieren und zu warnen, um die Anwesenheit und Annäherung von FPV-Drohnen zu erkennen.
Andrii Chepak, Vertreter von BlueBird Tech
Umfang und Grenzen
BlueBird hat die Produktion von "Chuyka" bereits um das 100-Fache vergrößert — dies ist kein Startup-Prototyp. Es gibt jedoch eine grundsätzliche Einschränkung: Der Detektor erfasst nur analoge Signale. Digitale FPV-Systeme — insbesondere DJI O3 und ähnliche — entziehen sich seiner Erkennungszone. Parallel hat das Unternehmen einen Repeater "Vischun-P" mit einer Reichweite von bis zu 25 km entwickelt, was auf ein breiteres Ökosystem von Produkten hindeutet.
Sollte der Gegner den Übergang zu digitalen Drohnen-Steuerungskanälen beschleunigen — technisch gesehen eine Frage der Ressourcen, nicht der Zeit — wie schnell kann BlueBird dann eine Version des "Chuyka" veröffentlichen, die digitale Signale erkennt, ohne die eigene Position durch aktive Strahlung preiszugeben?