Eine Erinnerung, die nicht vergeht
Die Einwohner von Bobryzja versammelten sich am Denkmal und an den Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen. In den Händen — Blumen. In den Herzen — das Bewusstsein, dass dieses Datum längst nicht mehr nur der Vergangenheit gehört.
Ein örtlicher Geistlicher wandte sich mit einem Kreuz in der Hand an die Anwesenden und zitierte den Dichter Mykola Zerov: „Aus den Gräbern ist unser Land gewellt“, wobei er daran erinnerte, wie viele menschliche Schicksale in jedem Stück ukrainischer Erde eingeschrieben sind. Er hielt ein Gebet für alle, die im Kampf für Unabhängigkeit und Freiheit gefallen sind, zog eine direkte Parallele zur Gegenwart und verurteilte jene, die erneut Akte der Aggression gegen das ukrainische Volk begehen.

„Ohne Erinnerung gibt es keine Zukunft“
Eine der Teilnehmerinnen der Kundgebung — in einer Wyschywanka, mit Tulpen in den Händen — brachte es schlicht und treffend auf den Punkt: Dieses Thema ist aktueller denn je. Die heutige Generation der Ukrainer ist erneut gezwungen, ihre Unabhängigkeit zu verteidigen. Und die Aufgabe derjenigen, die heute leben, besteht darin, diese Erinnerung an die Kinder weiterzugeben. Denn ohne Erinnerung gibt es keine Zukunft.

Das Hinterland muss arbeiten — die Front muss siegen
Von der Tribüne vor den Gedenktafeln ertönte ein Aufruf an jene im Hinterland: alles zu tun, um die Front zu unterstützen und den Sieg näherzubringen. Kinder zu Patrioten zu erziehen. Nicht zu vergessen, zu welchem Preis die Freiheit errungen wurde.

Die Kundgebung endete so, wie heute alle echten Zusammenkünfte in der Ukraine enden — „Ruhm der Ukraine!“ und als Antwort im Chor: „Ruhm den Helden!“
Wir erinnern uns. Wir siegen.