Schauspieler, der vor seinem Haus angehalten und in eine Sturmtruppe geschickt wurde: Jewhen Buschmakyn ist gefallen

Am 18. Juli fiel an der Front der 45-jährige Schauspieler Jewgen Buschmakiw, ein Nominierter des Golden Dzygy Awards, der Ende April direkt auf der Straße mobilisiert worden war. Von der Einberufung bis zu seinem Tod vergingen drei Monate.

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Jewgen Buschmakín starb am 18. Juli. Seine Ehefrau Olena erfuhr davon am 21. Juli — durch eine offizielle Mitteilung des Militärkommissariats. Der Schauspieler war 45 Jahre alt und hinterließ eine Ehefrau und einen Sohn.

Vom Filmset zur Sturmtruppe

Buschmakín wurde in Poltawa geboren und schloss 2005 die Regie-Fakultät der Nationalen Universität für Kultur und Künste in Kiew mit der Spezialisierung „Regisseur, Lehrer" ab. Im Kino war er vor allem für die Hauptrollen in zwei Filmen der Regisseurin Tonia Nojabrijowa bekannt — dem Kurzfilm „Tag der Unabhängigkeit" (2012) und dem abendfüllenden Film „Helden meiner Zeit" (2018). Für die Rolle des Zhorik in letzterem wurde er für die „Goldene Dziga" in der Kategorie „Bester Schauspieler" nominiert. Er wirkte auch in „Verrücktes Fest", „Alles wird gut", „Liebst du mich?" mit.

Er wurde Ende April 2026 mobilisiert — nicht durch einen Einberufungsbefehl nach Hause, sondern direkt auf der Straße vor seinem eigenen Haus.

„Das Militärkommissariat hat ihn quasi entführt. Einfach auf der Straße, vor dem Haus. Nahmen ihm sein Handy weg und schickten ihn sofort zur Sturmtruppe."

— Regisseurin Tonia Nojabrijowa auf Instagram

„Er war ein gewöhnlicher Mensch"

Buschmakíns Ehefrau Olena bestätigte den Tod ihres Mannes und beschrieb die Umstände ohne Beschönigung.

„Schtsch­ua ist als Soldat gefallen. Obwohl er kein Soldat war. Weder von Berufung noch von Wunsch noch von Weltanschauung her. Er war ein gewöhnlicher Mensch, der wie Tausende unserer Männer gezwungen war, eine Militäruniform anzuziehen."

— Olena Buschmakína, Instagram

Nach ihren Angaben vergingen drei Monate zwischen der Mobilisierung und seinem Tod. Buschmakín versuchte, seinen Platz beim Militär entsprechend seiner beruflichen Qualifikation zu finden — es gelang ihm nicht.

Das Vermächtnis

  • Die Nominierung für die „Goldene Dziga" — die einzige in seiner Filmografie — bleibt ihm erhalten.
  • Nojabrijowa, die Drehbücher speziell für ihn schrieb, nannte ihn einen „hervorragenden Schauspieler, Lehrer und Freund".
  • Alle Details der Todesumstände — Ort, Einheit, Kampfsituation — wurden offiziell nicht offengelegt.

Buschmakíns Tod ist Teil eines größeren Bildes: Schauspieler, Lehrer, Ärzte landen in Sturmtruppen nicht wegen Auswahl nach Fähigkeiten, sondern weil sie zum „richtigen" Zeitpunkt auf der Straße waren. Wenn der Staat das Prinzip der Verteilung der Mobilisierten nicht nach Profil und Erfahrung ändert, wird die nächste „Goldene Dziga" wieder jemanden postum ehren.

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