Kurz
Der FIFA-Rat prüft derzeit nicht die Rückkehr russischer Mannschaften in Wettbewerbe unter dem Dach der Organisation. Das erklärte der Präsident des Ukrainischen Fußballverbands, Andrij Schewtschenko, nach einer Reihe von Gesprächen mit Vertretern der FIFA auf verschiedenen Ebenen.
Position des UAF
Der FIFA-Rat prüft derzeit nicht die Rückkehr der Russen. Wir haben unsere Position klar zum Ausdruck gebracht: Solange der Krieg andauert, sind wir kategorisch dagegen, russische Mannschaften in den Fußball zurückkehren zu lassen. Kollegen aus verschiedenen Verbänden unterstützen uns.
— Andrij Schewtschenko, Präsident des UAF
Was hinter der Entscheidung steht
Das ist nicht nur eine sportliche Frage. Für die Ukraine geht es um die moralische und politische Haltung der internationalen Gemeinschaft. Nach einem Interview des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino, in dem die Möglichkeit einer Aufhebung des Verbots thematisiert wurde, nahm der UAF direkte Kontakte auf — und erhielt die Bestätigung, dass ein derartiger Prüfungsprozess derzeit nicht läuft.
Stimmen aus dem internationalen Umfeld
Europäische Medien verbreiteten Informationen über die Haltung der FIFA; eine Reihe nationaler Verbände unterstützte die ukrainische Erklärung. Auch die Europäische Kommission verurteilte den Aufruf zur Rückkehr russischer Sportler in den internationalen Fußball — das erhöht den politisch-diplomatischen Druck auf alle Versuche einer schnellen Normalisierung.
Infantinos Worte
Wir müssen. Unbedingt. Denn dieses Verbot hat nichts bewirkt, es hat nur mehr Frustration und Hass geschaffen. Es würde helfen, wenn Mädchen und Jungen aus Russland die Möglichkeit hätten, in anderen Teilen Europas Fußball zu spielen.
— Gianni Infantino, Präsident der FIFA
Folgen für die Ukraine
Für uns bedeutet die Entscheidung der FIFA, dass die Angelegenheit vorsichtig und unter Berücksichtigung des politischen Kontexts behandelt wird. Außenminister Andrij Sybiha erinnerte an fast 700 ukrainische Kinder, die durch den Krieg nicht mehr Fußball spielen können — das macht die Frage der Rückkehr der Russen nicht nur sportlich, sondern auch humanitär sensibel.
Wie geht es weiter
Schewtschenko plant ein Treffen mit Gianni Infantino, um nochmals konkret über den Krieg in der Ukraine und die Position des UAF zu informieren. Die zentrale Aufgabe ist, verbale Zusicherungen in dauerhafte Verfahren zu überführen, die eine schnelle „Normalisierung“ der russischen Teilnahme ohne politische Entscheidung verhindern.
Fazit
Die Entscheidung des FIFA-Rats stoppt vorerst die schnelle Reintegration des russischen Fußballs. Aber die Risiken politischer Einflussnahme auf sportliche Institutionen bleiben bestehen. Ob internationale Solidarität ausreicht, um dies zu bewahren, hängt von den nächsten Schritten der FIFA, der nationalen Verbände und der Diplomatie der Partner ab.