Fünf Gleitbomben in Sumy in einer Nacht – zweimal weniger als in sechs Stunden

In der Nacht zum 17. Juli führte Russland einen Anschlag auf das Oblastzentrum mit einer Serie von gerichteten Fliegerbomben durch und traf das Stadtzentrum sowie die Ruhmesallee mit Fotos gefallener Soldaten. Dies war bereits der zweite Anschlag mit präzisionsgelenkten Bomben in dieser Nacht — der vorherige Anschlag auf die Stadtrandgebiete hatte sich einige Stunden zuvor ereignet.

20
Teilen:

Nach der dritten Nacht am Freitag, 17. Juli, erhielt Sumy fünf Treffer durch gesteuerte Flugzeugbomben. Der Leiter der Militärverwaltung von Sumy, Oleg Grigorow, bestätigte Treffer in der Zivilinfrastruktur in mehreren Teilen der Stadt — zwei davon im Zentrum.

Es gibt Treffer in der Zivilinfrastruktur in mehreren Teilen der Stadt, insbesondere zwei Schläge im Zentrum. In einem der Explosionsepizentra wurde ein unbewohntes mehrstöckiges Gebäude beschädigt. In den umliegenden Gebäuden wurden Hunderte von Fenstern zerstört.

Oleg Grigorow, Leiter der Militärverwaltung von Sumy

Wie „Telegraf" berichtet, endete der Anschlag ohne bestätigte Opfer — im Gegensatz zum Anschlag vom 15. Juli, bei dem sechs KABs in der Gemeinde drei Menschen töteten und über 17 verletzten. Die Informationen über die Opfer werden jedoch noch überprüft.

Zweimal in einer Nacht

Der nächtliche Anschlag vom 17. Juli war nicht der erste in derselben Nacht. Nach Aussage von Grigorow vergingen weniger als sechs Stunden zwischen dem vorherigen Anschlag mit KABs auf die Umgebung von Sumy. Zwei Wellen innerhalb einer Nacht — das ist keine Anomalie: Sumy wird seit Frühjahr 2025 regelmäßig von KAB-Angriffen heimgesucht, wobei die Ziele sowohl die Peripherie als auch das Zentrum umfassen.

Ruhmesallee und Park

Die Druckwelle der zentralen Treffer beschädigte die Ruhmesallee — eine Gedenkzone im Herzen der Stadt, wo Würfel mit Fotos gefallener Soldaten aufgestellt sind. Banner mit Porträts von Kämpfern wurden von Metallkonstruktionen gerissen. Die Anschläge betrafen auch eine angrenzende Parkzone.

An den Orten arbeiten alle Rettungsdienste. Den Bewohnern wird empfohlen, sich den Einschlagstellen nicht zu nähern — das Risiko wiederholter Anschläge bleibt bestehen.

Wenn Sumy weiterhin zweimal pro Nacht Treffer erhält, ohne dass sich die Luftabwehrtaktik oder Evakuierungsprotokolle für zentrale Stadtteile ändern — welche konkrete Antwort muss der Staat geben, damit die nächste Welle nicht mehr Leben kostet?

Weltnachrichten