Sumy – Stadt, die wöchentlich von Gleitbomben getroffen wird: Luftschlag vom 19. Juli fordert weiteres Todesopfer

Ein Mann kam in seinem eigenen Haus ums Leben — Trümmer durch einen Treffer einer gesteuerten Fliegerbombe. Drei Wochen zuvor hatte Sumy bereits einen Anschlag mit vier Toten und 21 Verletzten erlebt.

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Am 19. Juli wurde Sumy erneut von gesteuerten Gleitbomben getroffen. Sieben Gleitbomben – gegen die Zivilinfrastruktur der Stadt. Aus den Trümmern eines zerstörten Hauses holten Rettungskräfte die Leiche eines Mannes hervor.

Zu unserem großen Bedauern wurde aus den Trümmern die Leiche eines getöteten Mannes geborgen. Er befand sich in seinem eigenen Haus, als der Feind einen Angriff mit einer gesteuerten Gleitbombe durchführte.

Oleg Grigorov, Leiter der Sumy-Regionalverwaltung

Ein Monat Anschläge – und keine Woche ohne Opfer

Der Anschlag vom 19. Juli ist keine Anomalie, sondern Teil einer Serie. Am 15. Juli – sechs Gleitbomben auf die Sumy-Gemeinde, drei Tote, 21 Verletzte, darunter ein 16-Jähriger in kritischem Zustand nach einer Operation. Am 17. Juli – fünf Gleitbomben in der Nacht, diesmal auf das Stadtzentrum, die Ruhmesallee beschädigt. Am 14. Juli – Streumunition, sieben Verletzte, darunter ein 11-jähriges Kind.

Nach Angaben von Grigorov traf der Anschlag vom 15. Juli eine Gegend in der Nähe von Kliniken – eine Gleitbombe traf einen Ort mit intensivem Fußgänger- und Fahrzeugverkehr. Unter den drei Toten waren eine 75-jährige Frau und zwei Männer, 54 und 77 Jahre alt.

Waffen, die die Frontlinie nicht benötigen

Sumy liegt nur wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt – das macht die Stadt für Gleitbomben ohne großes Risiko für die Luftfahrt erreichbar. Eine gesteuerte Gleitbombe wird aus einem Flugzeug in sicherer Entfernung abgeworfen und während des Flugs korrigiert. Weder die Luftabwehr mit kurzer Reichweite noch die Evakuierung lösen das Problem: Das Flugzeug kommt einfach nicht in die Wirkungszone.

  • 3. Juli – drei Tote, darunter ein Kind, 27 Verletzte
  • 11. Juli – vier Tote, sieben Hospitalisierte
  • 14. Juli – Streumunitionsanschlag, sieben Verletzte
  • 15. Juli – sechs Gleitbomben, drei Tote, 21 Verletzte
  • 17. Juli – fünf Gleitbomben in der Nacht, auf das Stadtzentrum
  • 19. Juli – sieben Gleitbomben, ein Toter

Sechs Anschläge in 16 Tagen. Jeder – gegen Zivilinfrastruktur oder Wohngebiete.

Zuhause – der gefährlichste Ort

Ein Detail, das sich in offiziellen Mitteilungen wiederholt: Der am 19. Juli Getötete befand sich in seinem eigenen Haus. Nicht auf der Straße, nicht in der Nähe eines Objekts – zuhause. Genauso traf am 3. Juli eine Gleitbombe den privaten Sektor. Ein Unterschlupf schützt vor Splittern, aber nicht vor einem direkten Treffer auf das Haus.

Der Leiter der Sumy-Regionalverwaltung Sergei Kriwoscheenko stellte nach dem Anschlag vom 15. Juli fest: Der Feind bombardiert gezielt Orte mit intensivem Fahrzeug- und Fußverkehr – Kliniken, Wohnhäuser mit mehreren Wohnungen, Bürogebäude.

Wenn der Westen keine Abwehrsysteme liefert, die Gleitbomben im Flug abschießen können – und nicht das Trägerflugzeug – wird Sumy eine Stadt bleiben, in der der Tod alle zwei bis drei Tage ins eigene Haus kommt.

Weltnachrichten