Über das Projekt
„Lernen, weiterzuleben“ ist ein dokumentarisches Medienprojekt, das darauf abzielt, die Namen der gefallenen Verteidiger durch die Stimmen ihrer Mütter, Ehefrauen, Kinder, Brüder und Schwestern zu bewahren. Jede Folge erzählt eine eigene Geschichte: über den Dienst, die getroffene Wahl, das Opfer und die bleibende Erinnerung.
Das Projekt erfüllt Gedenk-, Sozial-, Bildungs- und Dokumentationsfunktionen. Langfristig ist es eine Plattform zur Bewahrung der wahren mündlichen Geschichte des russisch-ukrainischen Krieges, die vor Verfälschungen geschützt ist.
Folgen des Projekts
1. Serhij Pischtschalka – Offizier der 93. Brigade „Cholodnyj Jar“
Ein junger Leutnant, der für immer 24 Jahre alt bleiben wird. Es gelang ihm noch, seine Frau und seine kleine Tochter in Sicherheit zu bringen – am nächsten Tag fiel er bei einem Kampfeinsatz. Ein Gespräch mit seiner Mutter Natalja.
2. Anton Siwatschenko – Verteidiger aus Rubischne
Krieger, Ingenieur und Polyglott. Teilnehmer der ATO seit 2016. Er fiel am 14. November bei Bachmut – nur wenige Tage vor seiner eigenen Hochzeit. Ein Gespräch mit seiner Mutter Aljona und seiner Großmutter Jelena Fadiijiwna.
3. Oleksandr Kosmyn – Scharfschütze und Vater von drei Kindern
Zwanzig Jahre gemeinsames Leben, drei Kinder, Krieg und Verlust. Seine Frau Aljona erzählt von einem Menschen, für den die Familie der wichtigste Wert war.
4. Andrij Djatschenko – Verteidiger aus Bilohorodka
Von der Schulzeit über den Majdan und die ATO bis hin zu den heißesten Abschnitten der Front. Seine Mutter Olena bewahrt die Erinnerung an ihren Sohn, der eine offene Seele und ein aufrichtiges Lächeln hatte.
5. Serhij Lissowskyj – Marinesoldat
Kämpfer der 36. Marineinfanterie-Brigade. Mutter Olena teilt Erinnerungen an seine Kindheit, seinen Weg zum Dienst und die Unterstützung durch die Gemeinschaft.
6. Wladyslaw Atamanjuk – Die Geschichte aus den Augen seiner Frau
Tetjana Hryschyna erlebte den Verlust und PTBS, fand aber die Kraft, anderen zu helfen. Ihr Weg ist ein Beispiel für Unbeugsamkeit.
7. Ihor Ozabrik – Held von Bachmut
Er rettete seine Kameraden bis zum letzten Moment. Seine Frau Kateryna und seine Mutter sind zwei Stimmen, vereint durch den Schmerz und die Erinnerung an einen Mann, dessen Liebe zur Familie seiner Hingabe zum Land entsprach.
8. Bohdan Karwatko – Held der Ukraine
Major der Nationalgarde, Held der Ukraine. Er fiel, während er seinen Kameraden Deckung gab. Mutter Olha erzählt vom letzten Telefonat am Tag des Beginns der großangelegten Invasion.
9. Andrij Kotljarskyj und Serhij Schurawel – Zwei Stimmen einer Gemeinschaft
Zwei Landsleute, die zu Symbolen der Bilohorodka-Gemeinde wurden. Durch die Erinnerungen der Angehörigen und Kinderfotos wird die menschliche Dimension des Krieges sichtbar.
10. Kyrylo Ratschynskyj – Der Weg eines Hauptstadtverteidigers
Sein Bruder Oleksij erzählt: Am 24. Februar 2022 blieb Kyrylo bewusst in Kyjiw und schloss sich der Verteidigung der Hauptstadt an. Eine Geschichte über Wahl und Selbstaufopferung.
11. Hryhorij Bjelow – Mit den Augen der Mutter
Ljubow Bjelowa erinnert sich an die Kindheit ihres Sohnes, seine Liebe zu seiner Tochter und seinen letzten Kampf. Eine lebendige Erinnerung, die weiterhin die Stärke der Familie formt.
12. Leonid Ponomarenko – Eine Geschichte mütterlicher Liebe
Er liebte Filme, sorgte für seine Familie und zögerte nicht, die Ukraine zu verteidigen. Seine Mutter Halyna Kowal spricht über einen Verlust, den man nicht akzeptieren kann, mit dem man aber leben muss.
13. Dmytro Bjelkow – Kampf um die Wahrheit
Er ging freiwillig an die Front und ließ fünf Kinder zu Hause zurück. Nach seinem Tod begann seine Mutter Ljubow ihren eigenen Kampf – um die Wahrheit über die Umstände seines Verlustes.
14. Ihor Schastun – Kämpfer des Regiments „Asow“
Verteidiger von Mariupol. Mutter Nelja Schastun erzählt von den Kindheitsträumen ihres Sohnes, seiner Entscheidung zu kämpfen und den letzten Tagen in der belagerten Stadt.
15. Oleksij Kuschnarenko – Brüderliche Erinnerung
Bruder Walerij erinnert sich an das Studium, die Familie, die Front und den letzten Anruf aus der Nähe von Bachmut. Eine Geschichte über eine brüderliche Verbindung, in der die Erinnerung zur Art der Präsenz wird.
16. Wolodymyr Chodokiwskyj – Lebendige Familiengeschichte
Mutter und Sohn erinnern sich nicht nur an die Front, sondern an den Garten, das Haus, Familientraditionen und unvollendete Dinge. Durch einfache Details entsteht ein großes Porträt eines Menschen.
17. Mykola Oryschtschenko – Geistliches Zeugnis einer Familie
Trotz einer Verletzung griff er seit den ersten Tagen des großangelegten Krieges zu den Waffen. Das Zeugnis seines Vaters (ein Geistlicher), seiner Frau und seiner Kinder – über geistige Kraft und familiäre Einheit.
18. Witalij Kussik – Die Liebe, die hält
Ihre Liebe begann bereits in der Jugend. Nach dem Tod ihres Mannes blieb seine Frau Olja mit zwei Kindern und einer Liebe zurück, die niemals endete.
19. Serhij Sitnitschenko – „Alles wird gut“
Sergeant, Automechaniker mit goldenen Händen, ein zuverlässiger Kamerad. Er sagte immer: „Alles wird gut“. Durch die Erinnerungen der Familie entsteht das Bild eines Menschen, der Hoffnung schenken konnte.
20. Serhij Hryschtschenko – Hingabe um den Preis des Lebens
Ohne Zögern verteidigte er die Ukraine. Er suchte keinen Ruhm, traf aber eine Entscheidung, die das Schicksal anderer veränderte. Eine Mahnung an den wahren Preis der Freiheit.
21. Jewhen Tyschtschenko – Wo der Vater weiterlebt
Er hinterließ einen Sohn, der mit der Geschichte eines Heldenvaters aufwächst. Über ein väterliches Erbe, das nicht durch Worte, sondern durch die Präsenz in jedem Detail des Lebens weitergegeben wird.
22. Dmytro Sawytsch – Für immer 24 Jahre alt
Er fiel mit 24 Jahren in der Nähe von Isjum. Durch die Stimmen von Eltern, Schwester, Freunden und Kameraden entsteht das kollektive Porträt einer Generation, die bewusst an der vordersten Front der Geschichte stand.
23. Wassyl Patyk – Mit den Augen der Ehefrau
Er ging freiwillig, wurde verwundet, durchlief die Rehabilitation und kehrte an die Front zurück. Seine Frau Oksana spricht über eine reife Liebe, den Dienst und die Stärke einer Frau, die die Erinnerung bewahrt.
25. Serhij Tschornyj – Ein Weg des Kampfes und der Prinzipien
Aktivist, Freiwilliger, Teilnehmer der Revolution der Würde, Freiwilliger seit 2014. Seine Frau Marta Juskiw erzählt von einem Menschen, der immer für Wahrheit und Freiheit eintrat.
26. Dmytro Orlow – Erinnerung der Gemeinschaft
Seine Geschichte wurde Teil des kollektiven Gedächtnisses der Bilohorodka-Gemeinde. Ein Gespräch mit Olha Orlowa über die gesellschaftliche Pflicht des Erinnerns und warum dies Teil unserer Zukunft ist.
27. Wiktor Kusmin – Eine Liebesgeschichte, stärker als der Verlust
Seine Frau Wiktorija erinnert sich an den Weg von der Freundschaft im Heimatdorf bis zum gemeinsamen Leben parallel zum Militärdienst. Über eine Liebe, die nicht mit dem Tod endet.
28. Bohdan Boischko – Mut, der zum Erbe wurde
Er fiel bei der Verteidigung der Region Kyjiw in den ersten Tagen der großangelegten Invasion. Sein Name gehört zu denen, die den Feind vor den Toren der Hauptstadt stoppten. Über Verantwortung und das Erbe des Mutes.
29. Asow stärker als Stahl – Die Stimme einer Mutter, die für den Helden spricht
Nelja Schastun – Mutter von Ihor Schastun, Verteidiger von Mariupol – spricht zum zweiten Mal in diesem Projekt. Diesmal geht ihr Zeugnis über die persönliche Tragödie hinaus: über Brüderlichkeit, Unbeugsamkeit des Geistes und eine Erinnerung, ohne die eine Zukunft unmöglich ist.