Dragon Capital beendet sechsjährige Rekonstruktion des Einkaufszentrums Piramida am linken Dnepr-Ufer in Kiew

Das Investmentunternehmen Dragon Capital hat ein modernisiertes Geschäftszentrum auf Basis des ehemaligen Einkaufszentrums Piramida in Betrieb genommen. Sechs Jahre Bauzeit während des Vollmaßstabskrieges — was sagt das über den Zustand der Gewerbeimmobilien in der Ukraine aus?

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Фото: Dragon Capital

Das Investitionsunternehmen Dragon Capital hat die Renovierung des Handels- und Unterhaltungszentrums Piramida am linken Donauufer von Kiew abgeschlossen und das Objekt als Business-Center in Betrieb genommen. Das Projekt dauerte sechs Jahre — einen Teil davon unter Bedingungen der russischen Vollskalenoffensive.

Das Piramida war eines der ersten großen Einkaufszentren am linken Ufer Kiews. Dragon Capital erwarb das Objekt und begann mit der Sanierung bereits vor 2022, aber die Vollskalenoffensive erschwerte den Bauprozess erheblich: Lieferkettenstörungen, Stromausfälle, Umzug von Subunternehmern.

Fokus auf Büros statt Einzelhandel

Bemerkenswert ist, dass das Unternehmen das Objekt von einem Handelszentrum in ein Bürogebäude umgebildet hat. Dies spiegelt die reale Nachfrage wider: Nach 2022 suchen viele internationale Unternehmen, die in der Ukraine geblieben oder eingezogen sind, moderne Büroflächen mit autarker Stromversorgung und Schutzräumen. Der Einzelhandelssegment hingegen erholt sich bis heute ungleichmäßig — besonders angesichts der gesunkenen Kaufkraft und des Migrationsrückgangs der Bevölkerung.

Dragon Capital ist einer der wenigen großen Akteure auf dem Markt für Gewerbeimmobilien, die während des Krieges aktiv in der Ukraine investiert haben. Das Unternehmen verwaltet ein Portfolio von Büro- und Logistikobjekten, und die Inbetriebnahme von Piramida ist ein Signal nicht nur für den Immobilienmarkt, sondern auch für potenzielle ausländische Investoren, die beobachten, ob es im Land geschäftliche Aktivitäten außerhalb von staatlichen Wiederaufbauprogrammen gibt.

Das linke Ufer als Indikator

Das linke Donauufer Kiews ist ein spezifischer Markt. Es ist dicht besiedelt, verliert aber traditionell gegen das rechte Ufer in Bezug auf die Konzentration von Geschäftsaktivitäten. Das Erscheinen eines hochwertigen Business-Centers hier ist auch eine Wette auf die Dezentralisierung der Geschäftsaktivitäten innerhalb der Stadt, was in Kriegszeiten zusätzliche Logik hat: Die Streuung verringert das Risiko von Präzisionsschlägen auf das Geschäftsviertel.

Allerdings ist der echte Test für das Objekt nicht die Inbetriebnahme, sondern die Auslastung. Der Kiewer Markt für Büroimmobilien befindet sich derzeit in einem Zustand der Unsicherheit: Es gibt Nachfrage, aber sie ist empfindlich gegenüber der Sicherheitslage und Wechselkursschwankungen.

Wenn es Dragon Capital gelingt, das Piramida innerhalb eines Jahres mit Mietern zu füllen — das wird ein echtes Argument für andere Investoren sein, die ihre Mittel noch im Wartezustand halten. Wenn nicht — stellt sich die Frage, ob das Unternehmen die Nachfrage nicht vorweggenommen hat, die sich noch nicht gebildet hat.

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Das am 24. April unterzeichnete Abkommen bekräftigt Absichtserklärungen, stellt aber keine verbindlichen Verpflichtungen dar: konkrete Mengen, Zeitrahmen und Investitionen bleiben Gegenstand von Verhandlungen. Dies ist bereits die zweite Maßnahme von Summa Defence zur Produktion ukrainischer Drohnen – das erste Partnerschaftspaket erschien bereits im November 2024.

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