ARMA sagt Auktion über 460 Hektar der Borzhava ab – Risiko der Rückgabe von Vermögenswerten und Einschaltung des NABU

Die beschlagnahmten 460 Hektar auf der Polonyna Borzhava sollen vorerst in staatlicher Verwaltung bleiben: ARMA hat Hinweise auf Verflechtungen zwischen den Teilnehmern festgestellt, sich an NABU gewandt und bereitet eine erneute Auktion vor. Warum das für Staatseigentum und das Vertrauen in das System zur Rückführung von Vermögenswerten wichtig ist — in einer kurzen Analyse.

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Was passiert ist

Das Nationale Amt für die Suche und Verwaltung von Vermögenswerten (АРМА) hat die Ergebnisse der Auktion über den Verkauf von 460 Hektar auf der Polonyna Borzhava (Oblast Transkarpatien) annulliert. Die Versteigerung fand am 8. Januar 2026 statt; die Entscheidung wurde auf der Website der Agentur veröffentlicht.

„Es wurden Anzeichen von Verknüpfungen festgestellt, die nach internationalen Standards der Vermögensrückgewinnung das Risiko schaffen können, dass das Eigentum faktisch wieder unter die Kontrolle ehemaliger Eigentümer gelangt.“

— АРМА, Mitteilung auf der Website der Agentur

Warum das wichtig ist

Eine nachträgliche Überprüfung der Teilnehmer ergab Risiken, die das Ziel der Konfiszierung — die Rückführung des Eigentums in den Staatsbesitz — zunichte machen könnten. Dabei handelt es sich nicht nur um juristische Feinheiten: Es geht um den Schutz davor, dass korrupte Netzwerke die Kontrolle über Vermögenswerte wiedererlangen, die dem Staat zugutekommen sollten.

Erwarteter Wert in den Projekten der АРМА überstieg 1 mrd. грн, während das endgültige Angebot nur 89,57 mln. грн betrug — eine Diskrepanz, die die Verdachtsmomente hinsichtlich der Intransparenz der Versteigerung verstärkt.

Wen das betrifft

Als Käufer wurden Андрій Вінграновський (Ehemann der ehemaligen Abgeordneten Юлія Льовочкіна, Schwester des Abgeordneten Сергій Льовочкін) und Ігор Власюк genannt — Mitbegründer einer Firma, deren wirtschaftliche Endbegünstigte mit Вінграновський und Ренату Гусейнову (Lebenspartnerin des ehemaligen Leiters des Staatlichen Investitionsprojekts Владислав Каськів) angegeben sind. Die Flächen wurden der Verwaltung der АРМА gemäß dem Urteil des Höheren Antikorruptionsgerichts vom 5. Juli 2024 übertragen.

„Каськів за підтримки нардепа Льовочкіна виношує плани з будівництва всесезонного курорту ‚Боржава‘, основою якого мали стати саме ці 460 га.“

— Bihus.Info

Wie es weitergeht

АРМА hat sich an НАБУ und die Спеціалізованої антикорупційної прокуратури gewandt, um eine prozessuale Bewertung zu erhalten. Nach deren Schlussfolgerungen wird die Agentur eine neue Bewertung durchführen und eine erneute Auktion organisieren.

Fachkreise betonen: Dies ist ein Test für das System der Rückführung von Vermögenswerten — ob es uns gelingt, nicht nur zu konfiszieren, sondern das Vermögen auch zu sichern und effektiv zu verwalten. Eine transparente Wiederholungsauktion und die öffentliche Begründung der Entscheidungen sind der Schlüssel zur Wiederherstellung von Vertrauen und zu echtem wirtschaftlichem Nutzen für die Gemeinden.

Fazit

Die Annullierung der Auktion ist nicht das Ende der Angelegenheit, sondern eine Chance, den Prozess zu korrigieren. Jetzt hängt es von den Entscheidungen von НАБУ, САП und АРМА ab, ob die Erklärungen zur Rückführung von Vermögenswerten tatsächlichen Nutzen für den Staat bringen und nicht zu einem Mechanismus der Wiederherstellung alter korruptiver Strukturen werden.

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