Bloomberg: Russlands Ölverarbeitung fällt auf Minimum seit 2002 nach ukrainischen Angriffen

Die Ukraine hat im Juli mindestens 30 Anschläge auf die Ölinfrastruktur Russlands verübt — Bloomberg dokumentierte einen Rückgang der Raffinerieverarbeitung auf 3,6 Millionen Barrel pro Tag.

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Удар по Московському НПЗ (фото - скриншот з відео Exilenova+)

Die Ölverarbeitung in Russland ist auf 3,6 Millionen Barrel pro Tag gesunken — den niedrigsten Stand seit Mai 2022, wie Bloomberg berechnet hat. Der Grund liegt in einer Serie ukrainischer Anschläge auf Ölraffinerien, Tanker und Rohrleitungsinfrastruktur im Juli.

Nach Angaben der Agentur hat die Ukraine russische Ölanlagen mindestens 30-mal im Laufe des Monats angegriffen. Dies ist der zweitgrößte Wert seit Beginn der vollständigen Invasion. Bloomberg hat dieser Zahl acht Anschläge auf Tanker in der Nähe des KTK-Terminals im Schwarzen Meer nicht hinzugefügt — die Verantwortung dafür ist bisher nicht offiziell bestätigt.

Zwei Angriffswellen

In der ersten Julihälfte waren Raffinerien das Hauptziel. Darunter war die Raffinerie Omsk, die größte in Russland, die sich mehr als 2500 km von der ukrainischen Grenze entfernt befindet. Die Auslastung der Anlagen fiel auf ein 24-Jahres-Minimum, was russische Produzenten zwang, den Export von Rohöl statt verarbeiteter Brennstoffe zu erhöhen.

In der zweiten Monatshälfte verlagerte sich der Schwerpunkt auf Tanker — dies gab den Raffinerien eine Pause zur Wiederherstellung. Ende Juli wurden die Anschläge auf Raffinerien wieder aufgenommen.

Ausmaß des Drucks

Nach Angaben der Financial Times wurden vom Jahresbeginn 2026 bis Juli mindestens 194 Anschläge auf die Ölverarbeitungsinfrastruktur Russlands registriert — das ist 11-mal mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es geht um systematischen Druck auf die Finanzierungsquelle des Krieges: Öleinnahmen bleiben die Haupteinnahmequelle des russischen Haushalts.

Die Frage ist, ob Russland seine Logistik für den Rohölexport schneller umstrukturieren kann, als die Ukraine das Tempo der Anschläge auf die Raffineriekapazitäten wieder aufnimmt.

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