GM vertraut Google Gemini sein eigenes Auto nicht an — und entwickelt seinen eigenen KI-Assistenten

General Motors gab zu: Ein universeller Chatbot kann ein Auto nicht vollständig steuern. Deshalb wird das bereits integrierte Gemini durch eine eigene KI ergänzt, die Zugriff auf Telemetrie und OnStar haben wird.

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Фото: General Motors

General Motors kündigte bereits letztes Jahr stolz die Integration von Google Gemini in Millionen von Fahrzeugen der Marken Cadillac, Chevrolet, Buick und GMC an. Nun räumt das Unternehmen faktisch ein: Das reicht nicht aus. Bis Ende 2026 wird GM seinen eigenen KI-Assistenten starten, der tiefer in das Auto integriert ist als jeder universelle Chat-Bot.

Der Grund liegt in praktischen Limitierungen. Gemini kann Gespräche führen, die Klimaanlage oder Musik einschalten – hat aber keinen Zugang zu Telemetriedaten, Wartungshistorie oder spezifischen Daten des einzelnen Fahrzeugs. Anna Santos, Direktorin für Verwaltung von Sprachdiensten und künstlicher Intelligenz bei GM, erklärt: Der neue Assistent wird Gesprächs-KI mit Wissen über GM-Fahrzeuge und die Möglichkeiten des OnStar-Services kombinieren.

Was bedeutet das für den Fahrzeugbesitzer

In der Praxis geht es um einen Übergang vom „intelligenten Lautsprecher auf Rädern" zu einem System, das wirklich weiß, was mit dem konkreten Fahrzeug vor sich geht. Der Assistent wird in der Lage sein, Fahrstil, Fahrthistorie und Zustand der Fahrzeugkomponenten zu berücksichtigen – also nicht nur Befehle auszuführen, sondern Lösungen vorzuschlagen.

GM arbeitet auch mit einem ungenannten Entwickler eines großen Sprachmodells an Funktionen zur vorausschauenden Wartung – ein System, das theoretisch vor einem Fehler warnen kann, bevor dieser auf der Straße zum Problem wird.

Später in diesem Jahr werden wir einen tiefergehend integrierten nativen KI-Assistenten starten, der Gesprächs-künstliche Intelligenz mit Wissen über GM-Fahrzeuge und OnStar-Funktionen kombiniert, sagte Anna Santos.

Zwei Assistenten in einem Fahrzeug

Bemerkenswert ist, dass GM nicht auf Gemini verzichtet – beide Systeme werden wahrscheinlich parallel laufen und jeweils für ihre eigenen Aufgaben zuständig sein. Google bietet Universalität und natürliche Konversation, GMs eigene KI – tiefe Integration mit der Hardware. Dies ist eher ein Eingeständnis, dass derzeit kein Anbieter beide Anforderungen gleichzeitig erfüllt.

Für die Branche ist dies ein Signal: Autohersteller wollen die Kontrolle über das „Gehirn" des Autos nicht mehr vollständig an externe KI-Unternehmen abgeben, auch wenn sie mit ihnen zusammenarbeiten. GM stellt bereits ein Team für die KI-native Entwicklung zusammen – von Cloud-Engineering bis zur Erstellung eigener Agenten.

Die Frage ist, ob GM mit der Geschwindigkeit konkurrieren kann: Während der Autohersteller sein eigenes System über Jahre entwickelt, aktualisiert Google Gemini für Millionen von Geräten gleichzeitig. Wird GM Funktionen starten, die separate Entwicklung rechtfertigen, oder wird es nur duplizieren, was Gemini bereits kann?

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