Durchsuchungen bei „Kyivavtodor“: Was gesucht wird und warum das für die winterliche Sicherheit Kiews wichtig ist

Am 24. Februar führen Ermittlungsbehörden Durchsuchungen in einem kommunalen Unternehmen durch — die Ermittlungen betreffen die Beschaffung von Materialien für den Winterdienst 2024–2025. Es geht nicht nur um Dokumente: Es geht um die Sicherheit auf den Straßen und die effiziente Verwendung der Gelder der Kiewer.

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Was passiert ist

Am 24. Februar führen Strafverfolgungsbehörden in den Räumlichkeiten der kommunalen Körperschaft «Київавтодор» Durchsuchungen im Rahmen eines Strafverfahrens durch, das die Beschaffung von Materialien für die winterliche Straßenpflege 2024–2025 betrifft. Das berichtet die Kiewer Stadtverwaltung unter Berufung auf Angaben der УНН. Ähnliche Ermittlungsmaßnahmen fanden auch in der vergangenen Woche statt.

"Heute, am 24. Februar, führen Strafverfolgungsbehörden in den Räumlichkeiten der kommunalen Körperschaft 'Київавтодор' Ermittlungsmaßnahmen durch. Die Durchsuchungen erfolgen auf Grundlage eines Beschlusses des Ermittlungsrichters des Holosiivsʹkyi-Bezirksgerichts der Stadt Kiew im Rahmen eines Strafverfahrens. Ähnliche Ermittlungsmaßnahmen wurden auch in der vergangenen Woche durchgeführt."

— Kiewer Stadtverwaltung (Mitteilung)

Warum das wichtig ist

Auf den ersten Blick wirkt es wie eine bürokratische Untersuchung. Tatsächlich geht es um drei zentrale Punkte für jede(n) Kiewer: Sicherheit auf den Straßen, die rechtzeitige Behebung von Schlaglöchern und die transparente Verwendung öffentlicher Mittel. Die Beschaffungen, die für die Heizsaison und die kalte Jahreszeit vorbereitet werden, bestimmen, wie schnell und wie qualitativ die Stadt auf Unwetter reagieren kann.

Die Voruntersuchung soll klären, ob es Verstöße gegen die Verfahren der öffentlichen Beschaffung gab — von der Auswahl der Lieferanten bis hin zur Preisgestaltung. Experten für öffentliche Beschaffungen und Analysten haben wiederholt betont: transparente Ausschreibungen und Kontrolle sind der effektivste Weg, die Interessen der Gemeinschaft zu schützen.

Reaktion der Körperschaft und praktische Folgen

Die Leitung von «Київавтодор» erklärt, dass die Beschaffungen gemäß den Verfahren der öffentlichen Beschaffung durchgeführt wurden und dass die Mitarbeitenden alle angeforderten Unterlagen vorlegen und mit den Ermittlern kooperieren. Zugleich warnt die Körperschaft, dass die Ermittlungsmaßnahmen die operative Arbeit der Straßenbetriebsverwaltungen erschweren — insbesondere während der Vorbereitung auf die aktive Phase der Beseitigung von Schlaglöchern nach einer schwierigen Wintersaison.

"In der kommunalen Körperschaft wird betont, dass die Beschaffungen gemäß den Verfahren der öffentlichen Beschaffung durchgeführt wurden. Die Mitarbeitenden der kommunalen Körperschaft stellen alle angeforderten Dokumente zur Verfügung und unterstützen die Strafverfolgungsbehörden. Gleichzeitig erschweren die Durchsuchungen die operative Arbeit der Straßenbetriebsverwaltungen..."

— Kommunale Körperschaft «Київавтодор» (offizielle Stellungnahme)

Frühere Durchsuchungen in der Körperschaft fanden bereits im Zusammenhang mit dem möglichen Unterschlagung von Mitteln für die Straßenmarkierung statt. Unabhängig von den Ergebnissen der Ermittlungen besteht kurzfristig das Risiko von Lieferverzögerungen bei Materialien und einer verlangsamten Arbeit der Einsatzteams in der kritischen Periode.

Wie geht es weiter

Die Voruntersuchung läuft weiter. Für die Stadtbewohner ist es entscheidend, transparente Ergebnisse zu fordern: Gab es Verstöße, wer trägt die Verantwortung und wie wirkt sich das auf die Qualität der Straßen aus? Analysten raten, die Kontrolle über Ausschreibungen zu verstärken und rasch nach Reserven zu suchen, um eine unterbrechungsfreie Instandsetzung zu gewährleisten. Die Straßenarbeiter wiederum sagen, die Arbeiten würden fortgesetzt und man tue alles Mögliche, um sicheres Fortkommen in der Stadt zu ermöglichen.

Es geht nicht nur um Formalitäten: Davon hängt ab, wie schnell die Kiewer im Winter zur Arbeit, in den Kindergarten oder ins Krankenhaus gelangen können. Nun sind die Ermittler gefragt — und es gilt, die systemischen Mängel bei den Beschaffungen so schnell wie möglich zu beheben.

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