In der Nacht zum 1. August führte Russland einen Raketenangiff auf ein Logistikzentrum in Wyschnywe bei Kiew durch. Infolge des Angriffs wurde ein Lager eines der größten Brettspielverlage der Ukraine Rozum vollständig zerstört. Dies teilte die Unternehmensgruppe „Faktor" mit, zu der der Verlag gehört.
„Dieser Angriff richtet sich nicht nur gegen Kartonkartons, sondern auch gegen ein Kulturprodukt, das die ukrainische Sprache popularisiert, die Kultur gemeinsamer Freizeit entwickelt, Menschen in schwierigen Zeiten zusammenbringt und Kinder durch das Spiel unterrichtet", erklärte die Unternehmensgruppe „Faktor".
Das Lager beherbergte die gesamte Produktion des Verlags Rozum – 200.000 Brettspiele wurden zerstört. Vollständig vernichtet wurden alle verfügbaren Auflagen solch weltweiter und ukrainischer Bestseller wie CATAN, „Explosive Kätzchen", „Wer oben?" nach Motiven der gleichnamigen Show, „Dilettantenclub" und vielen anderen.
Die Verluste schätzt das Unternehmen auf etwa 25-30 Millionen Hrywnja.
„Aber das Wichtigste ist, dass es keine Menschenopfer gab", betonten die Vertreter der Unternehmensgruppe „Faktor".
Das Unternehmen Rozum ist acht Jahre lang auf dem Markt tätig. Die Produkte des Verlags sind in allen Handelsketten der Ukraine vertreten.
Dieses Jahr wollte der Verlag, wie die Unternehmensgruppe berichtete, Spiele mit Lizenzen wie „Wer wird Millionär?", „Der Bachelor", „Supermutter" und „Love Island" veröffentlichen. Im Herbst war eine separate Spiellinie basierend auf der Buchreihe „Harry Potter" geplant.
Derzeit bewertet der Verlag Rozum die Schäden und plant weitere Schritte. Die Unternehmensführer versichern, dass sie definitiv ihre Arbeit wieder aufnehmen und weiterhin Brettspiele für die Ukrainer entwickeln werden.
Serie von Angriffen auf Zivilinfrastruktur
- In der Nacht zum 30. Juli führte Russland während eines massiven Angriffs auf die Ukraine zum zweiten Mal seit September einen Angriff auf den Industriepark Kalush Production HUB in der Region Iwano-Frankiwsk durch.
- Am Morgen des 1. August griff eine russische „Schahed"-Drohne ein Lager des größten ukrainischen Online-Einzelhändlers Rozetka in Browary an. Einer der 270 Mitarbeiter, die sich dort befanden, wurde getötet, sieben wurden verletzt.
- Am selben Tag wurden Millionen von Büchern, die in einem Lager des Verlags „Ranok" und der Buchhandelskette „KnigoLend" in Charkiw gelagert waren, durch Angriffe russischer Drohnen zerstört.
Logistikzentren und Lager von Zivilprodukten stehen immer häufiger auf der Liste der Ziele: Bedeutet dies für Unternehmen einen Übergang zu dezentralisierter Lagerverwaltung statt zentralisierter Hubs?