Ocean Plaza für 100 Millionen Dollar und MGZ für 86 Millionen Dollar: Ukraine verkauft beschlagnahmtes Vermögen der Rothenbergs – doch es gibt ein Problem mit 34%

Das FDMU hat einen Zeitplan für sieben große Auktionen im Wert von 29,4 Milliarden Griwnja veröffentlicht. Das Hauptobjekt – das Einkaufszentrum Ocean Plaza – ist rechtlich komplexer, als es der Startpreis vermuten lässt.

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Фото: ФДМ

Der Leiter des Fonds für Staatseigentum Dmytro Natalukha hat einen öffentlichen Zeit- und Aktionsplan für den Verkauf von sieben prioritären Staatsaktiva im Gesamtwert von 29,4 Milliarden Hrywnja bekannt gegeben. Die Auktionen sollen spätestens im September 2026 beginnen und bis Ende des Jahres andauern. Drei Schlüssellots — Ocean Plaza (100 Millionen US-Dollar), Mykolaiwer Tonerde-Werk (86 Millionen US-Dollar) und Odessaer Hafenwerk (106 Millionen US-Dollar) — machen den Löwenanteil der erwarteten Einnahmen aus.

Woher stammen diese Vermögenswerte

Ocean Plaza und MGZ sind nicht einfach Staatsunternehmen, die Verluste angehäuft haben. Es ist Vermögen, das von unter Sanktionen stehenden Personen gemäß dem Gesetz „Über Sanktionen" beschlagnahmt wurde. Im März 2023 ordnete der Oberste Antikorruptionsgericht die Beschlagnahme eines 66,65-prozentigen Anteils am Gesellschaftskapital der Gesellschaft „Investitionsunion ‚Lybid'" — Betreiber des Einkaufszentrums — von den Brüdern Arkadij und Igor Rotenberg in Staatseigentum an. Die Erlöse aus dem Verkauf solcher Vermögenswerte haben einen zweckgebundenen Charakter: Sie werden in den Fonds zur Beseitigung der Folgen der bewaffneten Aggression geleitet.

„Dieses Vermögen hat einen geschätzten Wert von etwa 100 Millionen Dollar. Wir hoffen, dass es im dritten Quartal 2026 einer transparenten Auktion unterzogen wird".

Dmytro Natalukha, Leiter des FSDM

Wo liegt die Komplexität

Der Staat verkauft 66,65 % — nicht das gesamte Einkaufszentrum. Die restlichen 33,35 % verbleiben bei ukrainischen Miteigentümern, deren Rechte aufgrund der Verbindung zu sanktionsgebundenen Strukturen „blockiert" wurden. Der Käufer bei der Auktion erhält ein Kontrollpaket, aber nicht die alleinige Kontrolle über das Objekt. Neben dem Anteil verwaltet der FSDM auch die Geltendmachung eines Kreditanspruchs in Höhe von 148 Millionen US-Dollar, der durch eine Hypothek auf den gesamten Immobilienkomplex besichert ist — also faktisch ein Druckmittel zur Beeinflussung des gesamten Vermögenswerts.

Natalukha selbst verheimert nicht, dass er vor allem inländische Investoren erwartet: „Bei Ocean Plaza habe ich das Gefühl, dass dort hauptsächlich inländische Investoren konkurrieren werden, die einen Anteil am Einkaufszentrum haben". Dies deutet darauf hin, dass die derzeitigen Miteigentümer versuchen könnten, das Staatspaket aufzukaufen — und dann würde der Wettbewerb um den Preis minimal ausfallen.

Was sonst noch auf der Liste steht

  • OPZ (Odessaer Hafenwerk) — 106 Millionen US-Dollar, Juli–August; vier Geheimhaltungsabkommen mit potenziellen Käufern unterzeichnet.
  • Ocean Plaza — 100 Millionen US-Dollar, September–Oktober.
  • MGZ (Mykolaiwer Tonerde-Werk) — 86 Millionen US-Dollar (≈ 6,3 Milliarden Hrywnja), November–Dezember.
  • Demuriner Eisenerz-Anreicherungswerk — August–September; ebenfalls ein sanktionsgebundenes Vermögen.

Seit Anfang 2026 hat der FSDM 90 Auktionen der kleinen Privatisierung im Wert von 983 Millionen Hrywnja durchgeführt — dies ist bereits etwa die Hälfte des Jahresplans von 2 Milliarden Hrywnja. Große Auktionen sind bislang nicht gestartet.

Test für die Redlichkeit der Auktion

Natalukha positioniert 2026 als „das Jahr, in dem Staatsaktiva durch offene Auktionen, transparente Vorbereitung und Wettbewerb um den besten Preis effizienter arbeiten werden". Aber die Transparenz der großen Privatisierung muss noch in der Praxis nachgewiesen werden: Wenn bei Ocean Plaza nur die derzeitigen Miteigentümer ohne äußere Konkurrenz antreten, könnte der Startpreis von 100 Millionen US-Dollar das Endgebot bleiben — ohne jeglichen Wettbewerb um eine Preissteigerung.

Falls der FSDM die Frage des Status der Kreditrechte vor der Auktion nicht klärt — ob sie in das Lot einbezogen oder separat in Aktienkapital umgewandelt werden — wird rechtliche Ungewissheit zum Hauptargument gegen die Beteiligung internationaler Fonds, die Natalukha als Käufer des OPZ sehen wollte.

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