Was passiert ist
Laut dem Vorstandsvorsitzenden von Naftogaz, Serhij Korezkyj, haben russische Streitkräfte innerhalb eines Tages die Produktionsanlagen des Unternehmens in der Oblast Poltawa beschossen und neue massierte Angriffe in der Oblast Sumy verübt. Nach Unternehmensangaben gibt es keine Verletzten, doch es wurden Beschädigungen und Zerstörungen an Ausrüstung festgestellt.
"Innerhalb eines Tages hat der Feind erneut unsere Produktionsanlagen in der Oblast Poltawa beschossen und neue massierte Angriffe in der Oblast Sumy verübt, die noch andauern. Es gibt keine Verletzten."
— Serhij Korezkyj, Vorstandsvorsitzender von Naftogaz
Das Unternehmen weist darauf hin, dass dies bereits der 20. Angriff auf seine Anlagen seit Jahresbeginn ist. Zuvor wurden im Februar und Januar ähnliche Schläge registriert: in der Nacht zum 8. Februar an Anlagen in der Oblast Poltawa, und am 27. Januar an einer Anlage im Westen der Ukraine, was einen Brand verursachte.
Warum das wichtig ist
Ein einmaliger Treffer stoppt das System nicht, doch die Wiederholung der Angriffe erzeugt einen kumulativen Effekt: kritische Ausrüstung wird verschlissen, Reparatur- und Logistikkosten steigen, die Reservestabilität des Netzes sinkt. Für die Verbraucher kann das längere Wiederherstellungszeiten von Dienstleistungen und zusätzliche Ausgaben im Staatshaushalt bedeuten, der Reparaturen und die Verstärkung des Schutzes der Infrastruktur finanzieren muss.
Experten für Energiesicherheit warnen: systematische Angriffe auf Produktionsanlagen sind nicht nur physische Schäden, sondern auch der Versuch, die Logistik der Kraftstoffversorgung zu untergraben und zusätzlichen Druck in Zeiten erhöhter Nachfrage zu erzeugen.
Kontext der Angriffe
Russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur wiederholen sich seit Beginn der großangelegten Invasion. Naftogaz ist einer der wichtigsten Betreiber, von denen die Gasversorgung für Unternehmen und kritische Einrichtungen abhängt. Deshalb werden seine Anlagen häufig zu Zielen im Rahmen einer Strategie, die ukrainische Infrastruktur zu schwächen.
- Die Nacht zum 8. Februar: Angriff auf Naftogaz-Anlagen in der Oblast Poltawa — keine Verletzten, aber Zerstörungen an Ausrüstung.
- 27. Januar: Beschuss einer Anlage im Westen der Ukraine, der zu einem Brand führte.
Wie es weitergeht
Die Maßnahmen sind offensichtlich: schnelle Reparaturen, Bestandsaufnahme der Risiken, Verstärkung des physischen Schutzes der Anlagen und Diversifizierung der Lieferwege. Für deren Umsetzung werden jedoch finanzielle Mittel und schnelle Koordination mit Partnern benötigt. Jetzt sind Staat und internationale Geber am Zug: Werden die Ressourcen ausreichen, nicht nur die Folgen zu flicken, sondern die Widerstandsfähigkeit des Systems dauerhaft zu erhöhen?