Dorf bei Butscha, wo russische Truppen stationiert waren, wird zum Standort für Verarbeitungsindustrie für 710 Millionen Hrywnja

Das Kabinett registrierte den Industriepark Bucha Techno Garden II in Myrotske — jenem Dorf des Distrikts Butscha, das die russische Besatzung überstanden hat. Investoren planen die Lebensmittelverarbeitung und Maschinenherstellung, doch die eigentliche Bewährungsprobe ist, ob sich die Registrierung in tatsächliche Fabrikwände verwandelt.

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Фото: пресслужба Мінекономіки

Das Kabinett der Minister hat ein neues Objekt ins Register der Industrieparks auf dem Kiewer Land aufgenommen — Bucha Techno Garden II im Dorf Myrozke im Bezirk Bucha. Fläche — 12,6 ha, Laufzeit — 30 Jahre, angegebene Investitionen — 710 Mio. Griwna, erwartete Arbeitsplätze — 378.

Dies ist bereits der zweite Park im Rahmen des umfassenderen Konzepts Bucha Techno Garden — ein ehrgeiziges Projekt mit einer Fläche von über 3400 ha, das mehrere Ortschaften der Bucha-Gemeinde umfasst, einschließlich des Geländes des Frachtflughafens „Antonow". Die erste Phase wurde vom Bürgermeister von Bucha Anatoly Fedoruk bereits in den Jahren 2020–2021 eingeleitet; im Jahr 2024 erhielt der erste Park 150 Mio. Griwna staatliche Förderung — das Höchste unter allen Industrieparks der Ukraine in diesem Jahr.

Was genau wird gebaut

Auf dem Gelände in Myrozke plant man die Ansiedlung von Verarbeitungsindustrien: Verarbeitung und Konservierung von Obst und Gemüse, Herstellung von Maschinen und Ausrüstungen. Das Profil ist nicht High-Tech, aber praktisch: Agrarverarbeitung und Metallverarbeitung bieten schnellere Startmöglichkeiten in Kriegs- und Nachkriegszeiten als IT-Cluster oder Pharmazie.

«Industrieparks sind ein wichtiges Instrument zur Wirtschaftserholung und Schaffung von Arbeitsplätzen in den Regionen».

Ministerium für Wirtschaft der Ukraine

Der Bucha-Kontext, der in Pressemitteilungen nicht erwähnt wird

Myrozke ist kein abstrakter Ort. Das Dorf gehört zur Bucha-Gemeinde, die 2022 zum Symbol der russischen Gräueltaten wurde. Hier und in den Nachbardörfern fand die Besatzung statt, nach der ein Teil der Infrastruktur zerstört wurde und einige Einwohner vertrieben wurden. Der Bau eines Industrieparks an diesem Ort ist sowohl ein wirtschaftlicher als auch ein symbolischer Akt.

Parallel dazu unterzeichneten im Juni 2024 drei Parteien — das südkoreanische Staatsunternehmen K-water, der Bürgermeister von Bucha und der Eigentümer des registrierten Parks — ein Kooperationsmemorandum. Die koreanischen Partner haben bereits etwa 1 Million US-Dollar für die Projektplanung bereitgestellt, und beim Treffen waren Vertreter von Hyundai und anderen interessierten Unternehmen anwesend.

Registrierung ≠ Konstruktion

Das Register der Industrieparks in der Ukraine wird aktiv erweitert: Stand Ende 2025 enthält es bereits über 120 Objekte. Doch zwischen dem Eintrag ins Register und der tatsächlichen Produktion liegt eine Kluft. Nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft wurden lediglich 37 Industriebetriebe in Parks gebaut oder befinden sich im Baustadium. Das heißt, weniger als ein Drittel der registrierten Objekte funktioniert tatsächlich.

  • 710 Mio. Griwna — angegebenes Volumen privater Investitionen
  • 378 — erwartete neue Arbeitsplätze
  • 12,6 ha — Fläche des Grundstücks in Myrozke
  • 30 Jahre — Betriebsdauer des Parks
  • ~1 Mio. USD — bereits von koreanischen Partnern in die Planung investiert

Die internationale Praxis, auf die sich das Ministerium für Wirtschaft beruft, zeigt: Ein Hektar Industriepark kann einen jährlichen Umsatz von 7–10 Millionen Dollar generieren. Falls Bucha Techno Garden II diesen Indikator erreicht, würde die Gemeinde etwa 90–125 Millionen Dollar pro Jahr erhalten — eine Summe, die die Nachbesatzungswirtschaft der Region durchaus transformieren könnte.

Die Frage lautet nicht, ob ein Schild mit dem Namen des Parks erscheinen wird. Die Frage ist, ob echte Bewohner kommen werden, bevor die koreanischen Partner von der Absichtserklärung zu Verträgen übergehen — und was mit dem Projekt geschieht, wenn dies nicht vor dem Ende der aktiven Phase des Krieges geschieht.

Weltnachrichten

Sport

Am 15. Juli hob der Rat des Internationalen Handballverbandes die 2022 verhängten Sanktionen gegen die Nationalmannschaften Russlands und Weißrusslands auf und stellte die nationale Symbolik vollständig wieder her – unter Berufung auf Entscheidungen des Internationalen Olympischen Komitees vom 7. Mai und 7. Juli 2026. Der Verband drückte gleichzeitig seine „Solidarität mit der Ukraine" aus, sah aber keinen Mechanismus vor, die Wiedereingliederung im Falle einer Eskalation des Krieges auszusetzen.

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