Stockholm: Fonds zur Unterstützung des Transports in der Ukraine gegründet — wie er die Wiederherstellung der Logistik beschleunigen wird

Die Ukraine startet gemeinsam mit Schweden, Litauen und Kanada einen Mechanismus zur schnellen Finanzierung kleiner und mittlerer Projekte der Verkehrsinfrastruktur. Wir erklären, was sich genau für Städte, Straßen und Häfen ändern wird — und warum das heute wichtig ist.

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Електропоїзди у Фастові після російського осбтрілу (Фото: Мінрозвитку)

Was unterzeichnet wurde

In Stockholm haben die Ukraine, Schweden, Litauen und Kanada eine Vereinbarung zur Gründung des Fonds zur Unterstützung des ukrainischen Transports (UTSF) unterzeichnet. Fünf weitere Länder — Dänemark, Deutschland, Norwegen, Estland und das Vereinigte Königreich — schlossen sich der gemeinsamen Erklärung zum Start des Fonds an. Das Ministerium für Gemeinde- und Territorialentwicklung der Ukraine wird Begünstigter des Fonds sein.

Wozu der Fonds dient

Der Fonds zielt darauf ab, kleine und mittlere Wiederaufbauprojekte der zivilen Verkehrsinfrastruktur zu finanzieren: Straßen, Eisenbahnen, Wasserstraßen und städtische Mobilität. Die Idee ist, ein Instrument zu haben, das schnell auf lokale Bedürfnisse reagiert, anstatt auf große Paketlösungen zu warten.

"Die Gründung des Fonds zur Unterstützung des ukrainischen Transports ist ein praktisches Instrument, das, so hoffen wir, eine schnelle Reaktion auf die Bedürfnisse der Branche ermöglicht und konkrete Wiederaufbauprojekte in Gang setzt"

— Сергій Деркач, stellvertretender Minister für Gemeinde- und Territorialentwicklung

Zahlen, die das Ausmaß erklären

Nach Angaben von RDNA4 wurden die direkten Schäden im Verkehrssektor auf $36 Mrd., die wirtschaftlichen Verluste auf $46 Mrd. und der gesamte Wiederaufbaubedarf auf etwa $77 Mrd. für das nächste Jahrzehnt geschätzt. KSE berechnete Anfang 2025 die gesamten direkten Schäden auf $38,5 Mrd., darunter mehr als 26.000 km Straßen, $4,3 Mrd. – Verluste im Eisenbahnbereich, $0,85 Mrd. – Häfen, $2 Mrd. – Luftfahrt; etwa 260.000 Pkw sind beschädigt oder zerstört.

"Die Verkehrsinfrastruktur wird gezielt vom Feind angegriffen. Seit Beginn der groß angelegten Invasion wurden allein auf die Eisenbahn mehr als 4.700 Angriffe verübt. Insgesamt wurden Zehntausende Angriffe auf Objekte der Verkehrsinfrastruktur registriert"

— Олексій Кулеба, Minister für Gemeinde- und Territorialentwicklung

Warum das gerade jetzt wichtig ist

Es gibt mehrere praktische Gründe, warum die Einrichtung des Fonds für jede Region von Bedeutung ist:

Schnelligkeit: Im Vergleich zu standardmäßigen internationalen Programmen kann der Fonds Mittel für lokale Reparaturen und Wiederaufbau mobilisieren, die Straßen, Brücken und Häfen wieder in Betrieb bringen.

Fokus auf kleinen und mittleren Projekten: Gerade solche Investitionen wirken sich am schnellsten auf die Mobilität von Menschen und Waren aus — von kommunalen Transporten bis zum ländlichen Verkehr.

Signal des Vertrauens: Die Unterzeichnung durch vier Länder und das Hinzukommen weiterer ist ein Test für die Bereitschaft internationaler Partner, nicht nur Unterstützung zu erklären, sondern auch tatsächlich Geld in konkrete Objekte zu investieren.

Welche Risiken bestehen und was kontrolliert werden muss

Der Fonds kann ein Katalysator für den Wiederaufbau werden, aber die Wirkung hängt von zwei Faktoren ab: Transparenz der Verwaltung und Koordinierung mit nationalen Plänen (RDNA5, das Ende Februar 2026 aktualisiert wird). Ohne klare Auswahlverfahren für Projekte und Prüfungsmechanismen bleiben Risiken von Verschwendung und Korruption bestehen.

Wie es weitergeht

Die nächsten Schritte — rechtliche Ausgestaltung des Fonds, Beschaffung von Kapital und der Start der ersten Projektwettbewerbe. Für Gemeinden bedeutet das die Möglichkeit, schneller Geld für die Reparatur von Straßen, Brücken und Verkehrsknotenpunkten zu erhalten. Für den Staat — ein Instrument, um de jure und de facto die Wiederherstellung von Lieferketten zu beschleunigen, was für Wirtschaft und Verteidigung entscheidend ist.

Analytische Prognose: Der Fonds hat die Chance, ein Beispiel praktischer Hilfe zu werden, das die Lücke zwischen internationaler Unterstützung und realen Reparaturen verkleinert. Der Effekt wird jedoch nur bei strengen Transparenzstandards und Abstimmung mit nationalen Wiederaufbauprogrammen sichtbar sein.

Offene Frage: Werden die Partner die Deklarationen in nachhaltige Finanzierung und Kontrolle umwandeln — und wird die Ukraine dieses Instrument nutzen können, um die Mobilität von Menschen und Märkten bereits in den kommenden Saisons wiederherzustellen?

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