16 Banken, die nicht fallen können: Was der Status der Systemrelevanz bedeutet und was dahinter steckt

Die Nationalbank der Ukraine hat zum zweiten Mal in Folge die Liste der 16 systemisch wichtigen Banken unverändert gelassen. Hinter der stabilen Aufstellung verbergen sich neue Kapitalanforderungen, die ab 2027 in Kraft treten werden.

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Фото: НБУ

Die Nationalbank der Ukraine veröffentlichte am 16. Juni ihre jährliche Liste systemisch wichtiger Banken für 2026. Sie hat sich nicht geändert: dieselben 16 Institute wie im Vorjahr. Aber „nichts hat sich geändert" ist keine ganz genaue Beschreibung der Situation.

Wer auf der Liste gelandet ist

Folgende Banken wurden in die Liste der systemisch wichtigen Banken aufgenommen: A-Bank, Ideya Bank, Crédit Agricole Bank, Kredobank, OTP Bank, Oschadbank, Pivdenny, PrivatBank, PUMB, Raiffeisenbank, Sens Bank, TAScombank, Ukrgazbank, Ukreximbank, Ukrsibbank, Universal Bank. Die NBU bestimmt die Liste jährlich zum 1. Januar anhand des Anteils an Vermögenswerten, Einlagen und Krediten im gesamten Bankensystem.

Was dieser Status wirklich bedeutet

Auf die Liste zu kommen, ist keine Auszeichnung. Eine systemisch wichtige Bank unterliegt verstärkter Aufsicht und muss strengere Kapitalvorschriften einhalten. Die Logik ist einfach: Fällt eine solche Bank, zieht sie nicht nur ihre Kunden mit sich, sondern auch benachbarte Wirtschaftssektoren. Deshalb ist der Regulator bereit, ihre Handlungsfreiheit im Voraus einzuschränken, um Stabilität zu garantieren.

„Kapitalpuffer sollen einen Spielraum schaffen, um die Fähigkeit der Banken zu erhöhen, Risiken in Zeiten finanzieller und wirtschaftlicher Instabilität zu widerstehen".

NBU, März 2026

Was sich ab 2027 ändert

Die Liste ist die gleiche, aber die Spielregeln für ihre Teilnehmer nicht. Ab 1. Januar 2027 führt die NBU die Anforderung zur Bildung von Kapitalpuffern wieder ein, die vor der vollständigen Invasion galt und dann ausgesetzt wurde. Die konkreten Zahlen:

  • Kapitalkonservierungspuffer — 2,5% für alle Banken ohne Ausnahme.
  • Puffer für systemische Wichtigkeit — von 1% bis 2% je nach Bankkategorie. Diese 16 Institute sind davon in erster Linie betroffen.

Um den Übergang nicht abrupt zu gestalten, wenden Banken bereits 2026 die neuen Anforderungen in Höhe von 50% des vollständigen zusätzlichen Kapitals an. Ab 2027 — alle 100%. Parallel plant die NBU, die Basiscapitalquoten auf europäische Standards zu senken — als Ausgleich dafür, dass sie früher künstlich überhöht wurden, gerade weil die Puffer fehlten.

Stresstests als nächster Schritt

Unabhängig von der Liste der systemisch wichtigen Banken bereitet die NBU 2026 eine Bewertung der Widerstandskraft der 26 größten Institute vor — AQR und Stresstests unter Basis- und Ungünstig-Makro-Szenarien. In die Stichprobe fallen Banken mit den größten Vermögenswerten, Einlagen und Kreditportfolios von Haushalten sowie solche, die bereits bei der vorherigen Überprüfung eine Rekapitalisierung benötigten.

Das heißt, die echte Belastung für das Bankensystem liegt nicht darin, dass sich die Liste nicht geändert hat, sondern darin, dass die Anforderungen an ihre Teilnehmer ständig wachsen. Eine stabile Liste und ein instabiles Umfeld — eine Kombination, die testen wird, ob genug Kapital angesammelt wurde, bevor die Krise diese Frage selbst aufwirft.

Wenn die Ergebnisse der Stresstests 2026 einen Kapitaldefizit selbst bei nur wenigen systemischen Banken zeigen — wird es bis 2027 genug Zeit geben, es ohne staatliche Zuschüsse zu schließen?

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