Was passiert ist
In der Nacht vom 15. auf den 16. Februar verzeichnete A‑Bank einen der umfangreichsten Cyberangriffe in ihrer Geschichte: ein Teil der Kunden bemerkte unrechtmäßige Abbuchungen von Konten. Die Bank bestätigte den Vorfall in einer Stellungnahme und teilte mit, dass sie den Betroffenen die Gelder zurückerstattet habe.
Was die Bank sagt
«In der Nacht vom 15. auf den 16. Februar haben wir einen der umfangreichsten Hackerangriffe erlebt. Ein Teil der Kunden sah sich unrechtmäßigen Abbuchungen gegenüber. Es handelte sich um einen neuen, dem Banksystem bislang unbekannten Angriff. Dennoch können wir jetzt mit Gewissheit sagen: Wir haben ihn abgewehrt, zurückgeschlagen und derartige Versuche für die Zukunft unmöglich gemacht.»
— Pressestelle der A‑Bank
«Kein einziger unserer Kunden hat finanzielle Verluste erlitten.»
— Pressestelle der A‑Bank
Kontext der Bedrohungen
A‑Bank gehört zu den Top‑20 der ukrainischen Banken nach Aktiva (45,8 Mrd. UAH Stand 1. Januar 2026) und gehört der Familie Hryhorij und Ihor Surkis. Der Vorfall zeigt: Selbst große Institute bleiben Ziel komplexer Cyberoperationen. Im November 2025 entdeckten Cybersicherheitsexperten neue Android‑Trojaner BankBot‑YNRK und DeliveryRAT, die sich als legitime Apps tarnen und Finanzdaten stehlen – dies ist Teil einer breiteren Welle von Angriffen auf das Online‑Banking.
Warum das für Sie wichtig ist
Die Frage geht über die Rückzahlung von Geldern hinaus — es geht um Vertrauen in die Zahlungsinfrastruktur. Wenn große Banken erfolgreiche Angriffe verzeichnen, erhöht das das Risiko sozialer Panik, einen Anstieg von Auszahlungsanfragen und die Belastung des Systems. Für Kundinnen und Kunden ist die praktische Schlussfolgerung einfach: Überprüfen Sie Ihre Kontoauszüge, aktivieren Sie die Zwei‑Faktor‑Authentifizierung, reagieren Sie auf verdächtige Nachrichten und wenden Sie sich bei den ersten Anzeichen eines Problems an die Bank.
Was Regulierungsbehörden und Banken tun müssen
Fachkreise betonen die Notwendigkeit einer transparenten Untersuchung des Vorfalls, eines Audits der Cyberabwehr und öffentlicher Empfehlungen zum Schutz der Kundschaft. Das ist nicht nur eine technische Frage – es ist ein Element nationaler Resilienz: Die Stabilität des Finanzsektors während des Krieges und danach wirkt sich direkt auf die wirtschaftliche Sicherheit des Landes aus.
Fazit
Die Bank berichtet über die Wiederherstellung der Kontostände der betroffenen Kunden, doch der Vorfall ist ein Warnsignal: Die digitale Sicherheit der Banken benötigt systemische Investitionen und transparente Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden. Ob diese Anforderungen zur neuen Norm für ukrainische Finanzinstitute werden — das ist eine Frage für Regulierungsbehörden, Banken und die Bevölkerung zugleich.